01.07.2008 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter.de / Achim Karpf

Dies soll unter der Verwendung von VMware VDI und Sun Microsystem‘s VDA-Kit realisiert werden. Nach dem Motto „alles – immer und überall“ soll es möglich sein, den gewohnten Desktop vom Arbeitsplatz auch unterwegs oder zu Hause zur Verfügung zu haben, unter Berücksichtigung von Sicherheitsstandards wie HTTPS und starker Authentifizierung.
inoX-tech wurde mit dem Aufbau der VDI-Umgebung in Hinblick auf Sun Secure Global Desktop (SSGD) und Sun Ray Server (SRSS) beauftragt. Entsprechende Schnittstellen zur Mitbenutzung des firmenweiten Novell eDirectory sollten geschaffen und entsprechende Lösungsansätze vorgeschlagen werden.
Der beste Lösungsansatz sollte dann von inoX-tech direkt umgesetzt werden. Zusätzlich sollte es möglich sein, die bereits vorhandenen Smartcards für das Session-Hotdesking auf den Sun Rays mit zu verwenden.
Das vorgegebene Ziel des Kunden lautet, virtuelle Desktops auf einem VMware VI3 Cluster zu betreiben - momentan sind es Windows-XP-Instanzen, später jedoch Windows-Vista-Instanzen. Mit Hilfe des VMware Managementservers VirtualCenter soll initial ein sogenanntes „Golden-Image“ erstellt werden, das als virtuelle Maschine im VI3 Cluster abgelegt wird. Um alles immer clusterfähig zu halten, wird das Image im vorhandenen Shared-Storage (SAN) abgelegt. Ein „Golden-Image“ ist eine vollwertige Windows-XP-Instanz, die alle Softwarepakete und Systemeinstellungen beinhaltet. Aus dem vollständig konfigurierten „Golden-Image“ wird ein Template generiert, welches als Ausgangsbasis für das Klonen der virtuellen Desktops verwendet wird.
Ein Template kann im Vergleich zu einer virtuellen Maschine nicht gestartet und im Nachhinein nicht verändert werden. Somit ist gewährleistet, dass alle Klone identisch sind.
Um einem Benutzer einen virtuellen Desktop zur Verfügung zu stellen, egal ob der Benutzer über SSGD oder über SRSS angebunden ist, ist eine Zwischenschicht notwendig, die das Regelwerk beinhaltet. Diese Regelwerke und die Aufgabe, die Regeln richtig auszuführen, hat der sogenannte „Session-Broker“. Dieser ist eine Softwarekomponente aus dem Sun VDA-Kit, die am VirtualCenter Server installiert ist. Der als NT-Dienst laufende Service wird vom jeweiligen VDA-Client am SSGD oder SRSS angesprochen.
Die tatsächliche Remote-Desktop-Verbindung (RDP) zwischen dem Endusergerät und der virtuellen Windows-XP-Instanz stellt der VDA-Client her. Ein Endusergerät kann im Fall von SSGD ein javafähiger Web-Browser sein oder im Fall der Sun-Ray-Umgebung ein Sun Ray Ultra-Thin Client.
Der Kunde möchte sein bereits vorhandenes Identitätsmanagement, das Novell eDirectory, verwenden. Dabei ist es notwendig, die bereits bestehenden Benutzerobjekte im eDirectory zu erweitern, damit folgende Zuordnungen möglich sind:
- zwischen Benutzer und Default – „virtueller Desktop“ (SSGD und SRSS)
- zwischen Benutzer und mehreren zusätzlichen „virtuellen Desktops“ (nur für SSGD)
- zwischen Benutzer und Smartcard-Token für Session-Hotdesking (nur für SRSS)
„Wir erwarten uns von der Virtualisierung der Desktops erheblich weniger administrativen Aufwand sowie einen vereinfachten Hardware-Beschaffungsprozess für einen Arbeitsplatz-PC“, so der Projektverantwortliche des Energieversorgers.
„Zudem sollen einem Benutzer sehr flexibel mehrere virtuelle Desktops zugeordnet werden können.“ Die Lärm- und Hitzeentwicklungen können extrem verringert werden, da ein Sun Ray lüfterlos ist und im Betrieb nur vier Watt an Stromleistung benötigt.
VI3 Cluster
Sun Ray ermöglicht eine Desktop-Umgebung, die u.a. folgende Merkmale hat:
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