01.07.2008 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter.de / Achim Karpf
Wir fragten nach, welche Technologien sich derzeit noch beim Chiphersteller in Sachen Hardware-unterstützter Virtualisierung in der Entwicklung befinden. SearchDataCenter sprach mit Michael Schmid, Public Relations Representative CE bei AMD Central Europe.
Intel und AMD haben angekündigt, dass sie beide an einem Chipsatz für I/O-Virtualisierung arbeiten. Welchen Nutzen werden virtuelle Mappings von I/O-Devices bringen?
Michael Schmid: Die Anforderung an virtualisierte Umgebungen in heutigen Infrastrukturen ist die Bereitstellung von Ressourcen in Abhängigkeit von der Arbeitslast. Das gilt sowohl für CPU und Speicher als auch für Storage und Netzbandbreite, die vom Hypervisor gemanagt werden müssen, um nur die wichtigsten Beispiele zu benennen. Und da der Hypervisor eine Applikation ist, erfolgt dies Software-seitig. Bei I/O-Virtualisierung erfolgt die Zuordnung von Ressourcen auf Hardware-Ebene. Ein Device kann durch Chipsatz-Unterstützung in – virtuelle – Komponenten aufgeteilt werden.
In fast 100% der Fälle können auf einer CPU in einer virtuellen Umgebung mehrere Betriebssysteme laufen, in vielen Fällen sogar mehr als ein OS (virtuelle Maschine) pro Core. Besonders wenn das Ziel der Virtualisierung die Konsolidierung von Arbeitslasten ist. Also ist die Antwort „alle“, es sei denn, die Verwendung von I/O-Devices ist so niedrig, dass IOMMU (I/O Memory Management Unit) keinen signifikanten Nutzen liefert.
Um ein Hardware-Merkmal zu unterstützen, braucht es immer auch Software-Unterstützung, und in diesem Fall Prozessor- und Chipsatz-Support. Wir planten IOMMU für unsere nächste Generation von CPUs, können aber keine Aussagen über die Verfügbarkeit für die gesamten Lösungen treffen.
Kompatibilität muss im OS und Hypervisor gelöst werden, es gibt also keine Prozessorkompatibilität zwischen beiden Architekturen. Es wird jedoch dieselbe Kategorie von Devices angesprochen.
Es ist unser natürliches Interesse, so viele Anbieter wie möglich zu unterstützen, und unsere starken Partnerschaften werden noch viel mehr Anbieter unterstützen, als die drei erwähnten Hersteller.
Die wichtigsten Schritte wurden schon mit „Barcelona“ gemacht. Barcelona ermöglicht erstens eine Hardware-Beschleunigung für virtualisierte Umgebungen, die durch AMD-V-Techniken mit Rapid Virtualisierungs-Indexierung abgedeckt sind. Und zweitens verbessern bereits angekündigte Techniken die Sicherheit. Dies sind bereits erhebliche Differenzierungen.
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2014219)