Hardware für die Virtualisierung

Gut geplant ist halb gewonnen

27.05.2008 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter.de / Florian Karlstetter

HP setzt auf Komplettlösungen und nennt seine Produkte „virtualisiertes Rechenzentrum in einem Rack“.

Am Beispiel von VMware ESX Server soll im Folgenden aufgezeigt werden, welche Hardware für eine Virtualisierungslösung sinnvoll ist. Die Hardware für eine ESX-Server-Umgebung besteht im Wesentlichen aus den Komponenten Server und Shared Storage, um Funktionen wie VMotion, HA und DRS nutzen zu können.

Bereits mit nur zwei Servern und z.B. einem preiswerten iSCSI-System können redundante Server aufgebaut werden und je nach Server, CPU-Leistung und RAM bis zu 50 virtuelle Maschinen pro Server betrieben werden.

Server

Bei der Auswahl der Server kommt es im Besonderen darauf an, wie viele virtuelle Maschinen (VM) später betrieben werden sollen. Generell gilt: Je mehr CPU und RAM verfügbar ist, desto mehr virtuelle Maschinen können auf einem Server betrieben werden, wobei diese beiden Faktoren linear skalieren. Beim Prozessor bestehen mehrere Möglichkeiten: Zum einen können CPUs mit mehreren Kernen, sogenannte Dual-Core- (zwei Kerne) oder Quad-Core-CPUs (vier Kerne) zum Einsatz kommen, zusätzlich können dann in einem Server noch mehrere CPUs von diesen Typen eingesetzt werden.

Normalerweise werden Server mit zwei oder vier physikalischen Prozessoren betrieben, wobei die Lizenzierung von VMware ESX Server jeweils in Schritten von zwei physikalischen Prozessoren erfolgt. Aus diesem Grunde und wegen des geringeren Overheads und der damit besseren Leistung ist eine Quad-Core-CPU einer Dual-Core-CPU vorzuziehen. Gleichwohl ist der RAM-Speicher ein ebenso wichtiger Bestandteil der Skalierung der Systeme, sodass hier 16 GB oder 32 GB zum Einsatz kommen sollten. Somit ergeben sich im Wesentlichen zwei Konfigurationen für Server im mittleren bis gehobenen Leistungsumfeld:

  • zwei CPUs mit Dual-Core-Technologie (vier CPU-Kerne) mit 16 GB RAM
  • zwei CPUs mit Quad-Core-Technologie (acht CPU-Kerne) mit 32 GB RAM

Zusätzlich sollten die Server über mindestens vier Netzwerk-Interfaces mit GBit-Geschwindigkeit verfügen, um die Netzwerke für Storage, VMotion, Service-Konsole und Produktivbetrieb zu unterstützen. Um die Leistung und Ausfallsicherheit zu erhöhen, können auch weitere Netzwerkkarten zum Einsatz kommen, die dann gebündelt werden können. Hier bietet sich besonders das Netzwerk-Interface für die Anbindung der virtuellen Maschinen an. Da die Festplatten des Servers nur die Installation des ESX Servers enthalten und diese keine hohen Anforderungen an die Performance stellt, können hier zwei kleine Platten mit einem Raid-1-Set zum Einsatz kommen. Um die Performance zu erhöhen ist bei iSCSI-Umgebungen der Einsatz von iSCSI-HBAs zu empfehlen.

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