23.05.2008 | Redakteur: Ulrich Roderer
Vmware und Sun Microsystems kombinieren die Virtual-Desktop-Infrastructure-(VDI-)Plattform mit der Sun Ray Software und Thin Clients. Vor allem in WAN-Netzen mit hohen Latenzen soll die Lösung Performancevorteile haben.
Vmware ist ein Pionier der Desktop-Virtualisierung, bei der virtuelle PCs auf einem Server gehostet werden. Anwender haben dabei unabhängig von ihren Endgerät Zugriff auf einen vollständigen, konfigurierbaren Desktop mit ihren Anwendungen. Die entsprechende Lösung heißt Virtual Desktop Infrastructure.
Thin Client-Hersteller haben mit dieser Technik jetzt die Chance, auf Terminals richtige PCs abzubilden. Die von Sun und Vmware jetzt entwickelte Lösung basiert auf dem Appliance Link Protocol (ALP) von Sun, das bei der Auslieferung virtueller Desktops über Netze mit hoher Latenz leistungsfähiger sein soll als andere Bildschirmprotokolle.
Die Kombination von Sun Ray Software und virtuelle Display-Clients mit einer VMware Virtual Desktop Infrastructure Implementierung ermöglicht es, Clients zu nutzen, die ohne Betriebssystem konfiguriert sind. Gerade in Anwendungen, die hohe Sicherheit benötigen, hat dieser zentrale Ansatz Vorteile. Die Chance von Malware-Angriffen verringern sich deutlich.
Die Clients selbst benötigen nur ein Zehntel des Stroms herkömmlicher PCs. Smartcard- und Zwei-Faktor-Authentifizierung für den Zugriff auf virtuelle Windows-Desktops werden ebenfalls mit dieser Lösung unterstützt. Dies gilt beispielsweise für Common Access Cards, die von vielen Behörden verwendet werden.
Als Teil der OEM-Vereinbarung zwischen VMware und Sun bietet Sun Frontline-Support für diese gemeinsame Lösung. Kunden können die komplette Lösung ab sofort direkt von Sun oder einem Anbieter aus dem speziellen Netzwerk gemeinsamer Sun- und Vmware-Partner bestellen.
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