Glossar

Glossar: Storage-Virtualisierung

10.09.2008 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter.de / Ulrich Roderer

WAFS-Lösungen wie der Brocade Branch File Manager ermöglichen den Datenaustausch über WAN-Verbindungen.

Im nachfolgenden Glossar finden Sie die wichtigsten Begriffe und Technologien zum Thema Virtualisierung und Speicherinfrastruktur.

Data ONTAP 7G

Bei Data ONTOP 7G handelt es sich um eine Unified-Storage-Software-Plattform von NetApp, die das Datenmanagement beträchtlich vereinfacht. Diese Plattform kombiniert Multi-Protokollzugriff mit einer einfachen, benutzerfreundlichen Managementoberfläche. Das Ergebnis ist ein Storage-System, das sich nahtlos in Windows-, UNIX- und Web-Umgebungen integrieren lässt. Data ONTAP 7G umfasst die FlexVol-Technologie von NetApp, die Speicherressourcen automatisch zusammenfasst und es ermöglicht, mehrere flexible Volumes auf einem großen Festplattenpool anzulegen.

Dateivirtualisierung

Die Dateivirtualisierung führt eine Abstraktionsschicht zwischen den Dateiservern und den auf sie zugreifenden Clients ein. Diese Dateivirtualisierungsschicht katalogisiert sowohl einzelne Dateien als auch ganze Dateisysteme über alle Dateiserver hinweg. Dateivirtualisierung bietet folgende Vorteile: Ein Global Namespace indiziert Dateien auf allen Dateiservern im Netzwerk.

Die ungenutzte Speicherkapazität von Dateiservern steht allen zur Verfügung. Datenmigrationen finden für Endbenutzer und Applikationen transparent statt. Und nicht zuletzt lassen sich Architekturen mit Speicherklassen aufbauen.

Dateivirtualisierung verändert die Verwaltung von NAS-Servern, indem auf den Filern ungenutzte Speicherkapazitäten zusammengefasst werden. Ebenfalls werden Dateimigrationen zwischen den einzelnen NAS-Speichern vereinfacht und Freigaben im Netzwerk virtualisiert.

Allerdings hängen diese Vorteile massiv von der zugrunde liegenden Architektur der eingesetzten Virtualisierungslösung ab.

FAN

FAN steht für File Area Network und wird vor allem von Brocade als Bezeichnung verwendet. Die FAN-Technologie ist ein Layer über der Netzwerk-Infrastruktur und enthält sieben Komponenten: Clients, die auf Dateien zugreifen; die Konnektivität zwischen Clients und Fileserver, die den Zugang zu den Namespace Services herstellt; Dateimanagement; Namespace; Speichergeräte wie Fileserver; Dateisysteme; Back-End-Storage-Geräte und optional ein SAN. Ein zentraler Baustein des FAN-Konzepts ist der Global Namespace (GNS), mit dem sich die Sicht der Anwender auf die Storage-Server virtualisieren lässt.

iSCSI

Die Idee, Speicherdaten über ein IP-Netzwerk zu versenden, ist nicht neu: Die Protokolle FCIP und iFCP spezifizieren, wie Fibre-Channel-Daten über IP-Netzwerke übertragen werden. iSCSI ist allerdings das erste Protokoll, dass es erlaubt, native SCSI-Befehle über IP vom Client zum Speicher (End-to-End) zu übertragen. Ein iSCSI-SAN ist aber kein NAS, obwohl beide das IP-Protokoll verwenden.

Ein IP- respektive iSCSI-SAN gewährt einen Datenzugang auf Blockebene (stellt also eine Festplatte zur Verfügung), während ein NAS einen Zugang zu Daten auf File-Ebene bereitstellt. Ob nun ein iSCSI-SAN oder ein NAS eingesetzt wird, hängt von den Anforderungen der Anwendungen ab, die einen Zugriff auf den Speicher brauchen.

LUN

LUN steht für Logic Unit Number und bezeichnet die Zuordnungseinheit bei der Ansteuerung von Geräten im SCSI-Bus. In modernen SANs hat sich LUN als Bezeichnung für eine virtuelle Festplatte eingebürgert, die sich auf einem Disk Array befindet.

weiter mit: WAFS/WAAS

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