Serviceorientierte Architekturen und Virtualisierung

SOA und Virtualisierung: eine notwendige und gewinnbringende Kombination

27.05.2008 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter.de / Achim Karpf

Im Diagramm sind alle SAP-Lösungen dargestellt, die mit VMware Infrastructure laufen.

Oft werden diese beiden Punkte nicht miteinander in Zusammenhang gesetzt, und so passiert es schnell, dass bei SOA-Implementierungsprojekten viel Geld verschwendet wird. Häufi g scheitert die erfolgreiche Implementierung von SOA (service-orientierte Architektur) völlig unnötig an technischen Schwierigkeiten.

SOA benötigt eine dynamische Infrastruktur: Damit die IT aber Geschäftsprozesse erfolgreich betreiben kann, sind nicht nur Änderungen auf Software-, sondern eben auch auf der Hardware-Ebene nötig. Die heutige Vielzahl an Servern überfordert viele Unternehmen aus fi nanzieller und auch aus administrativer Perspektive. So bedingt die Umsetzung einer erfolgreichen service-orientierten Architektur nicht nur eine Virtualisierung aus Kostengründen, sondern erhöht auch gleichzeitig die Flexibilität einer IT-Organisation.

Denn eine Modularität auf Software-Ebene, wie sie SOA bietet, bedingt eine dynamische Infrastruktur, die sich den wachsenden Business-Anforderungen anpasst und nicht umgekehrt. Nur so ist das Potential von SOA voll auszuschöpfen und resultiert in den erhofften Kostensenkungen. Einer Analyse von Aberdeen Research zufolge könnten zweitausend der weltweit größten Unternehmen 54 Milliarden US-Dollar einsparen, wenn diese auf eine service-orientierte Infrastruktur setzen würden. Dies ist besonders bei SOA-Einführungsprojekten ein entscheidender Faktor, und ein Ausgleich der Leistungsdefizienz kann hier schnell sehr teuer werden.

Zu Beginn eines Einführungsprojektes ist es sehr schwierig, die zukünft ige Service-Auslastung abzuschätzen. Hier bedarf es einer dynamischen Infrastruktur, die mit steigenden Anforderungen mitwächst. Gerade die Orchestrierung von mehreren, auf unterschiedlichen Systemen beheimateten Services kann hier zum Engpass werden, denn gerade die Modularität wird hier zu einem Nachteil, wenn man diese Anforderungen nicht entsprechend berücksichtigt.

Die Systeme müssen also für im Ernstfall auft retende Lastspitzen vorbereitet sein, denn wenn nur ein einzelner Service, der von allen Geschäft sprozessen gemeinsam genutzt wird, am oberen Ende seiner physikalischen Leistungsgrenze angelangt ist, so resultiert dies in einer Beeinträchtigung sämtlicher Unternehmensprozesse, in denen dieser Service involviert ist.

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