Infrastructure Center überwacht Virtualisierungshardware und reagiert selbstständig

IC-PreCog for VMware evakuiert virtuelle Server bei Hardwareproblemen

04.12.2007 | Autor / Redakteur: Peter Hempel / Martin Hensel

IC-PreCog evakuiert VMware-Server im Fall von Hardware-Störungen automatisch.

Die Kerpener mySoftIT GmbH erweitert ihre Management-Software IC-PreCog for VMware. Virtuelle Server lassen sich damit im Fall eines Hardware-Defekts entkoppeln und auf Backup-Systeme transferieren – in der überarbeiteten Version vollautomatisch aufgrund von SNMP-Traps und laut Hersteller ohne Ausfall des Produktivsystems.

IC-PreCog for VMware von mySoftIT nutzt verschiedene Informationsquellen eines Rechenzentrums und überwacht ESX-Server-Hardware über Schnittstellen der gängigen Hard- und Software-Überwachungstools. Hewlett-Packard Openview, IBM Tivoli, IBM Director, Unicenter von Computer Associates oder das Open Source-Tool Nagios sowie andere Überwachungseinrichtungen innerhalb von Rechenzentren wie Klimaanlage, Brandmelder und unterbrechungsfreie Stromversorgung liefern der Software Daten.

Bei kritischen Hardware-Events empfängt IC-PreCog einen SNMP-Trap und verschiebt betroffene virtuelle Maschinen auf andere ESX Server. Die Software ist laut Hersteller in der Lage, im laufenden Betrieb eine gesamte virtuelle Farm ins Backup-Rechenzentrum zu transferieren. War der Einsatz von IC-PreCog bislang auf ein Script angewiesen („Scriptbased Triggers“), arbeitet die aktualisierte Version vollständig automatisch. Administratoren bleiben durch ausführliche E-Mail-Reports aber immer informiert.

IC-PreCog entkoppelt virtuelle Maschinen und ESX Server durch die Software VMotion von VMware. Bei Problemen, die den physikalischen Unterbau des ESX Servers betreffen, trennt IC-PreCog das laufende System vom Server, sorgt für eine Evakuierung der Systeme und erhält dem Anwender trotz realem Serverausfall vollen Zugriff. Zudem kann IC-PreCog bei Bedarf zusätzliche Hardwareressourcen innerhalb der ESX-Farm frei machen, indem es dedizierte virtuelle Maschinen, die zurzeit nicht produktiv genutzt werden, herunterfährt. Somit kann auf den „überlebenden“ ESX Servern im Disaster-Fall genügend Kapazität bereitgestellt werden.

In virtuellen Infrastrukturen mit IC die Übersicht behalten

IC-PreCog ist in die übrige IC-Produktlinie eingebunden. Im Einzelnen besteht das Infrastructure Center (IC) for VMware aus CIDeR, das zeitgesteuerte Image-Backups und -Restores direkt auf Band oder auf lokale und Netzlaufwerke verwaltet. WLP (Workload-Profile) sorgt für definierte Verteilungsmuster und IC-RICS (Reliable Infrastructure Cluster Services) stellt Hochverfügbarkeit beim Ausfall von ESX Servern sicher. Alle Tools werden über ein einheitliches Interface zentral gewartet und gesteuert. Es gibt festgelegte Konfigurationsabläufe, und alle IC-Module lassen sich miteinander kombinieren.

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