01.02.2007 | Redakteur: Ulrike Ostler
Die Alternative zum stationären PC heißt Blade PC, so Hewlett-Packard (HP). Diese stehen im Rechenzentrum und werden zentral verwaltet. Den Schreibtisch ziert ein Thin Client. HP bezeichnet eine solche Desktop-Umgebung von nun an mit „Consildated Client Infrastructur“ (CCI).
Die CCI eignet sich für Unternehmen, die mindestens 500 Arbeitsplätze konsolidieren möchten. Nach ihrer Einführung in den USA im vergangenen Jahr ist sie ab März weltweit verfügbar.
Teil dieser Ankündigung sind zudem zwei Clients: HP Compaq t5135 Thin Client und HP Compaq t5530 Thin Client. Sie sind ab März im Fachhandel zu Preisen ab rund 327 Euro verfügbar.
Das zentrale Element der CCI ist der Blade PC. Er bietet dem Nutzer die gleiche Rechenleistung wie ein Vor-Ort-PC, befindet sich aber im Rechenzentrum. Am Arbeitsplatz steht lediglich ein Zugangsgerät, beispielsweise ein Thin Client. Weitere wichtige Elemente sind eine Storage-Lösung sowie Management-Software.
CCI, behauptet der Anbieter, sei damit eine effiziente Möglichkeit, die Desktop-Infrastruktur zu konsolidieren. Außerdem füge sie sich nahtlos in die bestehende Infrastruktur ein – die damit auch nicht kostenintensiv verändert werden müsse.
Das alles trage dazu bei, dass die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, kurz TCO) im Vergleich zu einer dezentralen PC-Umgebung um bis zu 50 Prozent niedriger lägen.
Die CCI vervollständigt das Angebot von HP an Virtualisierungs- und Konsolidierungslösungen. Für Anwender ändert sich dabei kaum etwas: Sie arbeiten in ihrer vertrauten Desktop-Umgebung: Alle gängigen Anwendungen stehen wie gewohnt zur Verfügung.
Darüber hinaus ist jeder Benutzer ist über eine dynamische oder bei Bedarf auch statische Eins-zu- Eins-Verbindung mit einem individuellen Blade-PC verbunden. Es hat also kein anderer Nutzer während der Sitzung Zugriff auf die Ressourcen des PCs. Damit sei die CCI ideal für Arbeitsplätze, an denen Rechenleistung gefragt ist – zum Beispiel bei der Erstellung umfangreicher Powerpoint-Präsentationen, erläutert der Hersteller einen weitern Vorteil.
Als Zugangsgeräte in einer CCI eignen sich neben Thin Clients alle Geräte, die Microsofts RDC-Protocol unterstützen – von PDAs bis hin zu herkömmlichen PCs.
Die zweite Ebene der CCI, das „Rechenzentrum“, bilden die Blade PCs. Sie sind bei HP mit AMD Athlon 64-Prozessoren, bis zu zwei GByte Speicher und zwei Netzwerkkarten ausgestattet.
Bei der Portierung von Anwendungen sei es nicht nötig, Änderungen am Programmcode durchzuführen. Denn – anders als bei vielen Server-basierten Computing-Lösungen – funktioniere so gut wie jede Applikation, die auf einem PC arbeitet, auch auf einem Blade-PC.
Der Datenspeicher ist in einer CCI getrennt von den Recheneinheiten, den Blade PCs. Hier kommen beispielsweise eine Network Attached Storage (NAS)-Lösung oder ein Storage Area Network (SAN) zum Einsatz. Bereits vorhandene Speicherkomponenten lassen sich laut HP einbinden.
Ein wesentlicher Vorteil der CCI gegenüber einer traditionellen dezentralen Desktop-Umgebung seien die deutlich geringeren und kalkulierbaren Kosten, so der Anbieter. Dazu trage vor allem das zentrale Management der CCI bei. Denn eine zentralisierte und damit konsolidierte Infrastruktur reduziere dank flexibler Management-Tools den Aufwand für Verwaltung und Support – und damit auch die Kosten.
Die CCI Verwaltung basierte auf der bereits eingeführten Software „HP Session Allocation Manager“ (SAM), die seit kurzem auch für die HP Blade Worksation zu haben ist. Mit ihr kontrollieren IT-Verantwortliche die Zuweisung von Blade PCs und Nutzern.
Software-Lösungen für das Streaming von Anwendungen, wie beispielsweise „Softgrid“ von Microsoft und „Software Virtualisation Solution“ von Altiris, erhöhen die Benutzerfreundlichkeit der CCI. Softgrid erlaubt, Anwendungen dynamisch und in Echtzeit bereit zu stellen, so dass eine Installation auf dem Client unnötig ist. Kompatibilitäts-Tests für Anwendungen dürfen damit entfallen. Die Unternehmen sparen entsprechende Kosten.
Ein weiterer Ansatz die PC-Umgebung zu zentralisieren, bietet die Terminal-Server-Umgebung unter Microsoft oder Citrix. Dabei greifen mehrere Benutzer auf Anwendungen zu, die auf einem zentralen Server gehostet werden. Je mehr User auf die Anwendungen zugreifen, desto niedriger ist die dem Einzelnen zur Verfügung stehende Leistung. Daher eignet sich diese Lösung vor allem für Arbeitsplätze, die geringe Rechenkapazitäten benötigen.
Der dritte Ansatz im Angebot ist die „Virtual Desktop Infrastructure“ (VDI). Bei VDI handelt es sich um eine Lösung, bei der Anwendern Server-Partitionen in Form von so genannten „Virtual PCs“ zugewiesen werden. Die Ressourcen können dem einzelnen Nutzer flexibel zugeteilt werden.
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