12.11.2008 | Autor / Redakteur: Dr. Götz Güttich / Florian Karlstetter
Der Role Manager übernimmt die Aufgabe, Rollen zu bestimmten Benutzerkonten oder Gruppen hinzuzufügen. An gleicher Stelle gibt es auch die Möglichkeit, die vorhandenen Konten mit den jeweils für sie aktiven Features einzusehen, so genannte Auditoren hinzuzufügen, die Komponenten, wie Server, Mailboxen oder Storage Groups überwachen können.
Die Summary- und Activity-Reports lassen sich so konfigurieren, dass das System sie in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Die Administrationskonsole stellt in der Report-Sektion diverse Übersichten bereit, die über ergriffene Datenschutzmaßnahmen, Mailbox-Extension-Vorgänge, Journal-Purgings, den Status der Near-Point-Volumes oder auch Restore-to-PST-Aktionen informieren.
Die Mimosa-Client-Funktionen sind sowohl über Outlook, als auch über Outlook Web Access zugänglich und erscheinen nach der Konfiguration des Servers automatisch im Inneren der betroffenen Postfächer. Sie ermöglichen das Durchsuchen der vorhandenen Mails und Daten, das Wiederherstellen von Files, das Erzeugen von PST-Dateien, das Installieren des bereits erwähnten Offline-Caches und das Festlegen von Benutzereinstellungen.
Es steht sogar eine erweiterte Suchfunktion zur Verfügung, mit der die Anwender Nachrichten, Kontakte, das Journal, die Notizen und ähnliches nach Worten in Betreff oder Anhang, in bestimmten Ordnern, zu bestimmten Zeiten, von bestimmten Absendern etc. untersuchen können.
Im Test hinterließ der Near Point Server einen ausgesprochen guten Eindruck und das nicht nur, weil wir bei der Installation auf unserem Exchange Server keine nennenswerten Änderungen durchführen mussten. Der Funktionsumfang der Lösung ist beeindruckend und das Produkt war nach dem Setup relativ schnell und einfach konfiguriert, woraufhin es klaglos seinen Dienst versah.
Das Einplanen von Shadow-Vorgängen war genauso unproblematisch wie das Wiederherstellen gelöschter Komponenten mit Hilfe des Benutzer-Interfaces. Auch das Reporting konnte überzeugen. Nur die verhältnismäßig aufwendige Installation brachte dem Produkt Kritik ein, diese sollte man aber nicht zu wichtig nehmen, denn erstens werden die meisten Administratoren die Lösung nur einmal installieren und zweitens ist die Setup-Dokumentation so gut, dass es trotz dem komplexen Themas in den meisten Fällen wohl nicht zu Schwierigkeiten kommen wird.
Damit gilt, dass IT-Verantwortliche, die ihre Exchange Server absichern möchten, ohne darauf zusätzliche Software zu installieren, unbedingt einen Blick auf die Mimosa-Lösung werfen sollten.
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2017675)