Dateimigration ist nur der Anfang: Dateivirtualisierung verbessert Leistung und Kapazität der Filer-Infrastruktur

Filevirtualisierung Teil 1: Technologie sowie Vor- und Nachteile der Lösungen

19.05.2008 | Autor / Redakteur: searchstorage.com / Ulrich Roderer

Unternehmen als Pioniere

Die Appliances zur Dateivirtualisierung verändern das Management von Dateiservern. Sie aggregieren ungenutzten Speicherplatz, vereinfachen das Verschieben von Dateien und virtualisieren die File Shares. Diese Vorteile hängen aber stark ab von der Architektur der Appliance. Schlüsselfunktionen wie Hochverfügbarkeit, Skalierbarkeit und die Integration mit Suchmaschinen von Drittanbietern sind bei jedem Fabrikat anders.

Meistens implementieren Unternehmen eine Appliance zur Dateivirtualisierung, um die vorhandenen Fileserver besser managen zu können. Ubicom, ein IT-Unternehmen aus Sunnyvale, hatte vor drei Jahren das Problem, dass die Kapazität ihres Filers von NetApp erschöpft war. Jim Poehlman, CTI bei Ubicom, hatte aber kein Budget von 100.000 Dollar, um den Filer aufzurüsten. Andererseits stand auf anderen Dateiservern mehr als genug frei Kapazität zur Verfügung. Er suchte also eine Lösung, um Dateien in Echtzeit ohne Unterbrechung auf den Filern migrieren zu können. Jede Unterbrechung würde dem Unternehmen mehrere zehntausend Dollar kosten aufgrund bestehender Servicelevel-Vereinbarungen.

Poehlman entschied sich für den Networks File Director von Neopath, der „den Vorteil hatte, dass wir unser Netzwerk nicht neu konfigurieren mussten oder gar die Anwendungen abschalten.“

Kevin Hayes, Sicherheitsbeauftrager von Jacksonville, stand auch vor der Aufgabe, ungenutzen Speicher verfügbar zu machen. Er hatte 15 Microsoft-Fileservers in seiner Storage-Umgebung zur Verfügung. Zudem wollte Hayes die Leistung der Dateianwendungen verbessern, ein Problem, das sich nicht mit einer einfachen Verlagerung der Dateien erzielen hätte lassen.

Er hat deshalb den Maestro File Manager von Attune Systems implementiert, der aus den 15 Filern ein einziges logische File Share aggregiert und ein virtuelles Laufwerk über mehrere Filer erstellt hat. „Nachdem ich alle Dateien auf ein einziges virtuelles File Share migriert habe, bin ich in der Lage, Dateien auf alle Fileserver im Netz zu stripen und damit die Performance zu steigern“, sagt Hayes.

Ibis Consulting hatte dagegen die Anforderung, eine große Masse von Daten in unterschiedlichsten Dateiformaten auf ihr NAS-System laden zu können. Ibis Consulting ist spezialisiert auf Datenanalyse bei Rechtstreitigkeiten. Die von Kunden gelieferten Datensätze werden klassifiziert und dann auf verschiedenen Speicherebenen nach Priorität für die Anwälte zur Bearbeitung abgelegt.

Shane Lennon, Vice President of Strategy and Market Development bei Ibis Consulting, entschied sich für die Lösung ARX6000von Acopia Networks: „Diese Lösung verfolgt und verteilt Dateien auf mehrere NAS-Systeme sowie eine große Anzahl von CIFS Shares, ohne den Arbeitsprozess zu behindern.“

Der zweiter Teil Filevirtualisierung Teil 2: Technologie sowie Vor- und Nachteile der Lösungen der Artikelserie beschäftigt sich eingehend mit den technologischen Lösungen.

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