iSCSI-SAN für KMU

Virtuelle Speicherinfrastruktur für kleines Geld

01.12.2006 | Redakteur: Bernd Schöne

Datacore modifiziert weiterhin seine Softwarepakete SAN Symphony und SAN Melody und bringt erneut Teile der recht teuren FC-Lösung für den iSCSI nutzenden Mittelstand auf den Markt.

Datacore modifiziert weiterhin seine Softwarepakete SAN Symphony und SAN Melody und bringt erneut Teile der recht teuren FC-Lösung für den iSCSI nutzenden Mittelstand auf den Markt. Der Hersteller will den Anwendern seines Produktes ein virtualisiertes iSCSI-Umfeld bereitstellen, mit dem sich Speicherkapazitäten dynamisch verwalten lassen.

Das Lizenzpaket Virtual Infrastructure Foundation von Datacore enthält alle Funktionen der Produkte Sanmelody, Sanmotion und Uptempo und ist als Einstiegspaket für alle KMU-Betriebe gedacht, denen Fibre-Channel (FC) zu aufwendig ist und die ausschließlich auf iSCSI setzen. Sanmotion ermöglicht das Verschieben und Kopieren von Produktivdaten im laufenden Betrieb. Sinnvoll ist dies vor allem dann, wenn zwei RAID-Systeme im Einsatz sind. Dadurch kann man Daten ohne Unterbrechung des Betriebsablaufs migrieren. Das soll dem IT-Administrator bei Server-Updates und Speichererweiterungen viel Arbeit und Zeit ersparen.

Basis ist ein Windows-Server

Sanmelody ermöglicht es den Anwendern, die Ethernet- bzw. IP-Verbindungen auch für das Speichernetz zu nutzen und die Kapazitäten zentral und größtenteils automatisch unterschiedlichen Servern zuzuweisen. Die Software wird auf einen Windows-Server aufgesetzt und bündelt die im Netz vorhandene Speicherkapazität zu einem virtuellen Pool. Über das IP-Netz stehen den Applikationen dann diese virtuellen Speicherplatten in einer frei wählbaren Größe zur Verfügung.

Thin Provisioning inklusive

Die zentrale, automatische Bereitstellung der „Virtual Volumes“ vereinfacht nach Angaben des Herstellers die Ressourcenverwaltung erheblich. So werden jene Ausfälle und Unterbrechungen eliminiert, die durch mangelnde Speicherkapazität entstehen. Während der Anwendung suggeriert wird, ihr stünde der maximal mögliche Plattenplatz zur Verfügung (betriebssystembedingt meistens zwei Terabyte), wird physikalisch nur der Platz reserviert, der tatsächlich beschrieben wird. Dadurch soll sich die prozentuale Auslastung des im Netzwerk vorhandenen Speichers ebenso wie die Ausfallsicherheit erhöhen.

Uptempo beschleunigt Windows-Anwendungen durch I/O-Caching. Diese Funktion blockiert zwar eine gewisse Menge an Speicher, doch, verspricht der Hersteller, wirkt sich das kaum aus, da die Virtualisierung ein Vielfaches dieser Plattenkapazität freisetzt.

Die Kenndaten des Datacore-Pakets Virtual Infrastructure Foundation

• konsolidiert und verwaltet bis zu 3 Terabyte Speicher

• bietet Speichervirtualisierung und automatische Speicherbereitstellung

• nutzt Ethernet- bzw. IP-Verbindungen für den Aufbau eines Speichernetzes (SAN) über iSCSI

• beschleunigt Applikationen durch I/O-Caching

ist hardwareunabhängig. Anwender sind frei in der Wahl von Speichergeräten, Serversystemen und Betriebssystemen (Windows, Mac OS, Linux, UNIX, Netware, Solaris usw).

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