26.05.2009 | Redakteur: Nico Litzel

IBM erweitert weite Teile des Server- und Storage-Portfolios um Solid State Disks. In Kombination mit intelligenter Datenmanagementsoftware können Anwender Abfrage-Antwortzeiten deutlich verbessern. Gleichzeitig sinken Platzbedarf und Energieverbrauch der Speichersysteme.
Zusammen mit den Solid State Disks hat IBM auch eine Suite von Software-Werkzeugen vorgestellt, mit denen Administratoren Daten auf Solid State Disks migrieren, überwachen und dynamisch ablegen können. Dadurch soll eine intelligente Datenspeicherung mit IBMs DFSMS (Data Facility Storage Management Subsystem) in System-z-Mainframe- und DS8000-Umgebungen möglich werden.
IBM hat zudem energieeffiziente Solid-State-Laufwerke für die Power-Systems-Server angekündigt. Diese können nach Herstellerangaben kapazitiv zu fast 100 Prozent ohne spürbare Rückgänge in der Systemleistung ausgelastet werden. Dem gegenüber stehen klassische Festplatten, die häufig nur zu 50 Prozent ausgeschöpft werden können, um die Systemleistung möglichst gleich hoch zu halten. Die neuen Laufwerke werden von allen auf Power6 basierenden Systemen unterstützt, von Blades bis hin zu Enterprise-Servern.
Darüber hinaus stellt das Unternehmen für die Power-Systeme sogenannte SSD Data Balancer Software-Tools für Hybridumgebungen bereit. Diese Tools versetzen Administratoren in die Lage, die am häufigsten abgefragten Daten auf SSDs und seltener benötigte auf klassischen Festplatten abzulegen.
Für die Bladecenter-Familie bietet bereits IBM seit geraumer Zeit optional Solid State Drives an. Neu im Angebot sind nun SATA-SSDs im 2,5-Zoll-Format. Diese verfügen über eine Kapazität von 50 Gigabyte und verbrauchen 2,1 Watt. Daneben steht ein 50-Gigabyte-Laufwerk im 2,5- oder 3,5-Zoll-Format für eine noch höhere I/O-Leistung für Blades und System-x-Rack- oder –Tower-Server zur Verfügung. Diese unterstützen Windows, Linux und VMwares Hypervisor ESX-Server.
Testversuche der IBM haben ergeben, dass sich durch den Einsatz von Solid State Disks in Kombination mit den Datenmanagementwerkzeugen nicht nur die Abfrage-Antwortzeiten deutlich verbessern. Auch in der Kostenstruktur eines IT-Betriebes lassen sich Einsparungen erzielen. So verzeichnete das Unternehmen beim Einsatz der DB2-Datenbank eine Performance-Steigerung um bis zu 800 Prozent. Gleichzeitig konnte der Platzbedarf für die Speichersysteme um 80 Prozent reduziert werden. Als Energieeinsparpotenzial nennt Big Blue 90 Prozent gegenüber herkömmlichen Lösungen.
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