Checkliste für Disaster Recovery Planungstools

Disaster Recovery Tools – sind sie ihr Geld wert?

24.12.2008 | Autor / Redakteur: Richard Jones und Peter Hempel / Peter Schmitz

Richard Jones von der Burton Group sucht eine Antwort auf die Frage, ob Planungstools für Disaster Recovery ihr Geld wert sind.

Richard Jones, Vizepräsident und Service Direktor für Data Center strategies der Burton Group, gibt Tipps, worauf man bei Tools für Disaster Recovery achten soll. Er will Anwendern dabei helfen, den Einsatz solcher Programme zu planen. Außerdem stellt er eine wichtige Frage: Sind sie ihr Geld wert?

In Diskussionen mit IT-Organisationen, in denen es um Disaster Recovery (DR) und dafür benutzte Tools ging, stellte sich eines heraus: Am häufigsten kommt immer noch Microsoft Office zum Einsatz. Auch wenn ein spezielles, Datenbank-basierendes DR-Planungstool angeschafft wurde, ist Office aus dem eigentlichen Prozess nicht wegzudenken. Was liegt näher, als sich die Fragen zu stellen: Was brauche ich überhaupt außer Office? Wie können mit DR-Tools überhaupt bei Planung und Betrieb helfen? Sind sie ihr Geld überhaupt wert?

Drei Faktoren steigern den Bedarf an unterstützenden Programmen für Disaster-Recovery-Planung:

  • Komplexe IT-Infrastrukturen,
  • Organisationsgröße und
  • (mangelndes) Training.

Sehen wir uns diese Faktoren einmal genauer an:

DR-Planungstools und die Komplexität der IT-Landschaft

IT-Komplexität wirkt sich direkt auf den Schwierigkeitsgrad der Disaster-Recovery-Planung aus. Ebenso steigert sie den Aufwand für den Archivierungsteil, die Tests, Updates und letztendlich die Ausführung des DR-Plans. Viele große Unternehmen haben verschiendste IT-Systeme in einem komplexen Netz aus Abhängigkeiten, auf das sie angewiesen sind, um Asset Management und automatisiertes Systemmanagement miteinander zu kombinieren. Man muss nicht erwähnen, dass eine oder mehrere Configuration Management Databases (CMDBs) auch einen entsprechenden DR-Plan erfordern – mitsamt Management Tools, Datenbank und Materialeinsatz.

Ebenso wie Anwender komplexer IT-Infrastrukturen den Einsatz ihrer CMDB-Tools als rentabel empfinden, sind sie meistens auch von ihren DR-Tools überzeugt. Allerdings basieren die meisten derzeit erhältlichen DR-Planungstools auf mehr oder minder ungeeigneten Office-Komponenten wie dem SQL-Server. Viele verfügen allerdings über Integrations-Schnittstellen, um Konfigurationsdaten aus populären CMDB-Anwendungen zu implementieren.

Ebenso sind mir während meiner Gespräche Firmen aufgefallen, die ihre eigenen DR-Planungstools entwickelt haben. Dazu nutzten die meisten Schnittstellen, die ihre CMDB-Anwendungen genau dafür bieten. Diese Taktik erlaubt es den Anwendern, ihre DR-Planungen, Konfigurationen und Prozesse gemeinsam mit ihren existierenden Infrastruktur-Management-Gegenstücken zu speichern. Den größten Gewinn, den Anwender aus dieser Form der Integration erzielen können, ist, dass tägliche Änderungen, Updates und veränderte Anforderungen automatisch in die DR-Planungen einfließen. Der DR-Plan wird niemals asynchron zur IT-Infrastruktur.

Seite 2: Die Größe des Unternehmens spielt keine Rolle

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