Mehr als 30 neue Lösungen und Services plus Aquisitionen gebündelt

IBM investiert zwei Milliarden Dollar um die Information Infrastructure der Zukunft zu entwickeln

11.09.2008 | Redakteur: Ulrich Roderer

IBM sieht Cloud Computing als Zukunftsmodell für dynamische Datenverfügbarkeit.

30 teilweise neue Technologien und Services bündelt IBM jetzt zu einer neuen Information Infrastructure, die es Unternehmen erlauben soll, die steigenden Ansprüche an Mobilität, Sicherheit und Kosteneffizienz zu bewältigen.

Laut Untersuchungen von IBM wächst die durchschnittliche Datenmenge, die ein Mensch im Lauf eines Jahres durch Mediendigitalisierung, Medizin, Sicherheit oder sein Einkaufsverhalten produziert, von mehr als einem Terabyte pro Jahr – allein für deren Papierausdruck würde man 50.000 Bäume fällen müssen – auf bis zu 16 Terabytes im Jahr 2020.

Die mehr als dreißig neuen Produkte und Services, die Big Blue im Rahmen des IBM Informationsinfrastruktur-Portfolios angekündigt hat, werden gemeinsam von der IBM Systems and Technology Group, der IBM Software Group, den IBM Global Technology Services und von IBM Research getragen.

Bei einem Teil der Initiative handelt es sich um neue Speicherhardware, -software und -services. Die neuen beziehungsweise verbesserten Lösungen von IBM zielen darauf ab, aus bislang statisch in Speichersystemen verwalteten Daten dynamische Informationen zu machen, die Personen individuell in einer Cloud-Umgebung begleiten.

Mit der Verbreitung des mobilen Internets und vernetzter Sensoren, beispielsweise in Autos, der zunehmenden Menge von medizinischen Onlinediensten und dem starkem Datenzuwachs im Web 2.0 sowie in sozialen Netzwerken, müssen die Infrastrukturen auch der Rechenzentren entsprechend ausgebaut werden.

Cloud Computing

IBM propagiert deshalb die heraufziehende Epoche des Cloud Computing: Unternehmen werden Verbrauchern Zugang auf ihre Daten und Systeme verschaffen, und zwar mit jedem Gerät und von überall aus. Auch dafür hat IBM im Rahmen seiner Information Infrastructure Produkte und Lösungen angekündigt, die eine internetgemäße Datenverfügbarkeit ermöglichen.

Denn die heutige Infrastruktur ist weder darauf ausgerichtet, die geschätzte Anzahl von zwei Milliarden Internetbenutzern im Jahr 2011, noch die erwartete Anzahl von einer Billionen vernetzter Gegenstände des „Internets der Dinge“, wie Autos, Haushaltsgeräte, Kameras, Straßen, Pipelines, etc. effektiv zu verwalten.

Konsolidierung

Ein weiterer strategischer Bereich ist Konsolidierung und Retention: Durch redundante Datenquellen und hohen Energieverbrauch ist die Informationsinfrastruktur heute oftmals extrem ineffizient. Analysten haben vorhergesagt, dass noch im Jahre 2008 50 Prozent der Rechenzentren entweder der Strom oder der Platz ausgehen werden. Außerdem werde der Energieverbrauch beispielsweise der amerikanischen Rechenzentren in den nächsten fünf Jahren von derzeit 1,5 auf 2,5 Prozent des gesamten Energiebedarfs des Landes ansteigen. Die neuen Produkte von IBM sollen demgegenüber Konsolidierung und Retention ermöglichen.

Sicherheit

Unternehmen müssen heute dafür sorgen, dass die Informationen im Rechenzentrum geschützt sind und nur Autorisierte Personen Zugriff darauf haben. Inzwischen ist die Verfügbarkeit und die Authentifizierung von Daten eine der höchsten Prioritäten der IT geworden und betrifft Großkonzerne, Regierungsbehörden und die Milliarde Nutzer des mobilen Webs gleichermaßen.

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