24.04.2008 | Redakteur: Ulrich Roderer
IBM bringt mit dem iDataplex-System eine neue x86-Serverlösung mit zwei 19-Zoll-Rackreihen in einem Gehäuse auf den Markt, die hohe Packungsdichten ermöglicht, wie sie hochintegrierte Rechenzentren mit tausenden Servern benötigen.
Energie wird ein kostbares Gut. Gerade in Rechenzentren mit hohen Packungsdichten. iDataplex vereint viele Designkomponenten, die hohe Packungsdichten mit deutlich geringerem Stromverbrauch kombinieren. Ein optimiertes Kühlkonzept, das auch eine optionale Wasserkühlung einschließt, adressiert die Kühlprobleme im Rechenzentrum. Das System richtet sich an Service-Provider und Web-2.0-Unternehmen mit hohem Serveraufkommen. iDataplex wird nur als Build-to-Order-System komplett konfiguriert ausgeliefert. „Das System ist nicht so flexibel wie herkömmliche Racksysteme. iDataplex beschränkt sich auf Komponenten wie zwei Sockel-Servern in hohen Packungsdichten wie sie von Web-2.0-Unternehmen typischerweise nachgefragt werden“, sagt Klaus Gottschalk, Senior Consulting IT Spezialist, IBM.
Das exponentielle Wachstum von Web-2.0-Rechenzentren wird sich weiter fortsetzen, da Streaming-Video-, Online-Gaming- und Social-Network-Anwendungen die Workload weiter erhöhen.
iDataplex baut auf der IBM Bladeserver-Technologie auf, setzt aber auf ein neues Systemdesign, das die Anzahl der Systeme mehr als verdoppelt, die in einem Rack betrieben werden können. Durch die 90-Grad-Drehung der 42U-Racks erzielt IBM geringere Bautiefe und damit eine höhere Effizienz der Luftventilation über den Racks. Zudem benötigt dieses Design nur die Hälfte der Energie gegenüber 1U-Servern. IBM verbaut zudem sehr effiziente Stromversorgungen, um den Energieverbrauch zu senken. iDataplex besteht aus vier Komponenten: einem 2U-Chassis mit zwei Serverknoten, einem Storage-Modul, einen Storage Server in einem 3U-Chassis sowie einem Server-Node für optimierten I/O.
IBM fertigt das iDataPlex-System kundenauftragsbezogen. Damit bietet Kunden ein günstigeres System als eines mit einer vergleichbaren Anzahl von „White-Box“-Systemen.
Ähnlich wie im Bladeserverumfeld initiiert IBM die Schaffung eines Produkt-Ökosystems für Third-Party-Technologien rund um iDataplex. IBM wird dabei mit verschiedenen Anbietern zusammenarbeiten, unter anderem Avocent, Blade Network Technology, Devon IT, Force 10 Networks, Intel, QLogic und SMC Networks. Die Firma Blade Network Technologies hat beispielsweise ihren neuen „RackSwitch G8000“-Ethernet-Switch speziell für iDataPlex entwickelt - optimiert für effiziente Kühlung und geringere Kosten.
iDataPlex wird in USA und Kanada voraussichtlich im Juni, weltweit dann bis zum Ende des Jahres allgemein Verfügbar.
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