04.02.2009 | Autor / Redakteur: Pam Derringer / Ulrich Roderer
Der Analyst geht davon aus, dass Unternehmen im großen Stil begonnen haben von Unix und Solaris Sparc zu migrieren, so dass Linux nicht nur auf Kosten von Windows wächst. Auch die Tatsache, dass die meisten Unternehmen Linux nur auf 25 Prozent ihrer Systeme laufen haben, ist nicht erstaunlich, weil noch viele Altanwendungen installiert seien.
Doch im Vergleich zu Legacy Systemen zeigt die Umfrage, dass Linux weiter wachsen wird. 63 Prozent wollen ihre Ausgaben für Linux vergrößern, verglichen mit 39 Prozent für Unix-, iSeries- und Mainframe-Anwendungen.
Charles King, Principal Analyst bei Pund-IT meint, dass das Austauschen von Windows mit Linux einfacher geworden ist, da das Open-Source-Betriebssystem benutzerfreundlicher geworden sei. Nach wie vor aber fehle es aber an vielen Anwendungen.
Virtualisierung treibt den Einsatz von Linux. Je mehr Unternehmen virtualisieren und konsolidieren, desto mehr werden sie versuchen, die Kosten zu senken und teure proprietäre Lösungen durch Open Source ersetzen.
Der Analyst Weiss von Gartner bestätigt, dass die niedrigen Werte der SerachDataCenter-Umfrage in Bezug auf den Einsatz der Virtualisierung bei Linux sich mit eigenen Ergebnissen deckt. Die Linux-Anbieter haben derzeit keine konkurrenzfähigen Alternativen zu den Lösungen von VMware, obwohl Novell mit Platespin und Zenworks Orchestrator einen Vorsprung gegenüber Red Hat hat. Aber diese hat die breite installierte Basis.
Der Gartner-Analyst sagt voraus, dass Linux-Virtualisierung erst in 2010 wirklich boomen wird. Allerdings ist er irritiert über Red Hats Strategie, von Xen auf den KVM-Hypervisor zu wechseln, der seiner Meinung nach über keine ausgereifte Produktionsumgebung verfügt. Um beide Hypervisoren zu unterstützen, müssten Unternehmen eine zentrale Managementkonsole einsetzen. Zudem ist bisher der Erfolg von Microsofts Hyper-V noch eine unbekannte Größe.
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