08.01.2010 | Autor / Redakteur: Robert Crawford / Ulrich Roderer
Es soll bereits im dritten Quartal eine neue Hardwarefamilie, Spitzname Z11, auf den Markt kommen. IBM hat bisher keinen offiziellen Namen durchsickern lassen. Auch die Informationen zu der neuen Familie sind spärlich. Doch die neuen Prozessoren werden nicht nur die Geschwindigkeit und Kapazität erhöhen, sondern, so viel ist sicher, den Preis.
Den größten Rummel erzeugt sicherlich ein neuer Prozessor, mit Wasserkühlung direkt im Chip. Es gibt Aussagen von IBM, dass diese Wasserkühlung 4000 mal effizienter sein soll als Luftkühlung.
Die neuen Prozessoren lassen es wahrscheinlich erscheinen, dass der Hersteller neue Specialty Engines entwickeln wird. Zwei sind bereits bekanntgeworden. Eine soll eine Engine für Messages in der eXtensible Markup Language (XML) sein. Das Parsen von XML ist CPU-intensiv und eher schwierig für den Mainframe. Mit dieser Engine würde der Mainframe vor allem für SOA-Projekte interessanter werden. Bislang gibt es aber keine Aussagen, ob ein XML das Parsen auf zAAP-Prozessoren beeinträchtigt.
Die zweite ist keine Specialty Engine an sich, sondern es handelt sich um die Möglichkeit, x86-Boards in ein Z-Processor Frame einzufügen. Doch auch darüber gibt es bisher kaum Details.
2010 wird sicherlich zeigen, ob die Untersuchung des DOJ zu einer Aktion gegen IBM führen wird. Zudem steht auch IBMs Kampf mit Neon erst am Anfang und es wird sich zeigen ob IBMs FUD-Initiative (Fear, Uncertainty and Doubt) den Erfolg von Neon zPrime aufhalten kann.
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