Gedanken zum Spezialisierungsgrad von Hardware

Appliances bringen Soft- und Hardware zusammen

05.08.2009 | Autor / Redakteur: Rainer Frohnhöfer, IBM / Dr. Stefan Riedl

Rainer Frohnhöfer, Advisory IT Specialist Websphere bei IBM Deutschland machte sich für IT-BUSINESS Gedanken zum Thema Appliance.

Rainer Frohnhöfer, Advisory IT Specialist Websphere bei IBM Deutschland, mag es, wenn Dinge funktionieren – ob zu Hause beim Computerspielen oder im Rechenzentrum. Hierfür muss Software mit Hardware zusammenarbeiten. Für IT-BUSINESS hat der IT-Profi seine Gedanken zum Thema: „Appliances: Spezialist versus Allrounder“ formuliert.

Viele kennen es aus dem eigenen Alltag: Man hat vielleicht die Systemvoraussetzungen seines Rechners nicht sorgfältig genug gelesen oder war sich nicht ganz über die technische Ausstattung im Klaren – jedenfalls verweigert das eben gekaufte Spiel nach einem viertelstündigen Installationsprozess den Start. Die Gründe können sein: Nicht genug virtueller Speicher oder Rechenpower oder die Grafikkarte ist nicht groß genug. Die Support-Hotline kann auch nicht helfen und rät zu einem Servicepack-Upgrade. Häufig packt einen dann der Ehrgeiz. Man sucht im Internet, lädt Treiber herunter, rüstet Komponenten nach und verwendet viel Zeit und Mühe darauf, den Abgrund zwischen Anschaffung und Nutzen zufriedenstellend zu schließen.

Dieses Problem stellt sich bei einer Spielekonsole oder einem DVD-Rekorder nicht – obwohl beides genau genommen auch nichts anderes sind als Hardware plus Software. Allerdings: Hier sind Hard- und Software genau auf einen bestimmten Zweck abgestimmt: Ein Spiel zum Laufen zu bringen und Filme abzuspielen oder zu speichern.

Wie die Waschmaschine

Ein Gerät, Paket oder Bündel, das auf einen ganz bestimmten Aufgabenbereich zugeschnitten ist, nennt man „Appliance“. Das Wort ist angelehnt an das englische Wort „Household Appliance“, das eigentlich Haushaltsgerät bedeutet. Von diesem leiht es sich die Bedeutung, dass ein Gerät nur einem ganz bestimmten Zweck dient: Eine Waschmaschine wäscht Wäsche (mahlt aber keinen Kaffee), eine Spülmaschine spült Geschirr (mixt aber keine Fruchtsoßen) und ein Kühlschrank kühlt Milch, Wurst und Käse (mäht aber nicht den Rasen).

Auch in der IT erfreuen sich diese Spezialisten zunehmender Beliebtheit, und zwar nicht nur beim Endkunden, sondern auch im Rechenzentrum, zum Beispiel in Form von Backup-, Java- oder Netzwerk-Appliances. Es gibt sie sogar schon für Middleware-Anwendungen wie beispielsweise die Websphere Cloudburst Appliance, die den Websphere Application Server über eine Cloud verfügbar macht oder die Security Appliances von IBM Internet Security Systems, die End-to-End-Sicherheit bieten.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, mehr zu Appliances im Server-Kontext.

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