Interoperabilität, Multi-Plattform-Support und Mission Critical Computing im Fokus

Novell launcht SUSE Linux Enterprise 11

24.03.2009 | Redakteur: Florian Karlstetter

SUSE Linux Enterprise 11 bietet breiten Plattform-Support sowohl in physischen als auch in virtuellen Umgebungen.

Novell hat die sofortige Verfügbarkeit von SUSE Linux Enterprise 11 bekanntgegeben. Die aktuelle Version der Linux-Plattform enthält zahlreiche Verbesserungen, wobei vor allem drei Kernbereiche fokussiert wurden: universelle Einsatzmöglichkeiten auf allen führenden Hardware-Plattformen und Hypervisoren, eine noch bessere Interoperabilität sowie Mission Critical Computing für High Availability.

Knapp drei Jahre nach dem Release 10 von SUSE Linux Enterprise hat Novell nun Version 11 der Linux-Plattform fertiggestellt. Neben der bekannten Server- und Desktop-Version des Betriebssystems wartet Novell diesmal auch mit zwei neuen Erweiterungen auf: SUSE Linux Enterprise Mono Extension und SUSE Linux Enterprise High Availability Extension.

Mit SUSE Linux Enterprise Mono Extension ist es möglich, Microsoft .NET-basierte Applikationen auf Linux laufen zu lassen. SUSE Linux Enterprise High Availability Extension ist ein Clustering-Produkt, das die Verfügbarkeit von geschäftskritischen Applikationen garantieren soll und so High Availability sicherstellt.

Drei Kernbereiche standen bei der Entwicklung von SUSE Linux Enterprise im Vordergrund: universelle Einsetzbarkeit (Ubiquity), Interoperabilität und Mission-Critical Computing. Die „next-generation“ Linux-Distribution unterstützt alle gängigen Hardware-Plattformen, Hypervisoren und lässt sich auch in Appliance- und Cloud Computing-Infrastrukturen einbinden. So werden neben x86-Systemen (32/64bit) auch Itanium-, IBM Power- und IBM System z-Plattformen unterstützt sowie alle gängigen Hypervisoren, also VMware ESX, Microsoft Hyper-V und Xen.

Im Cloud Computing-Bereich ist die Linux-Plattform für Amazon Elastic Compute Cloud (EC2) zertifiziert, außerdem arbeitet Novell eng mit IBM zusammen, um künftig virtuelle Instanzen von IBM DB2, Informix, Dynamic Server, WebSphere, sMash, IBM Web Content Management und IBM WebSphere Portal Instances für Cloud-Umgebungen anbieten zu können.

SUSE Linux Enterprise 11 bietet außerdem breiten Support für Microsoft Windows-Anwendungen. So werden neben .NET-basierten Applikationen nun auch Active Directory Services unterstützt, mit der finalen Version von Moonlight können Silverlight-basierte Inhalte auch auf der Linux-Plattform abgespielt werden. SUSE Linux Enterprise Desktop 11 umfasst auch die Novell Edition von OpenOffice.org 3.0, die wiederum mit Microsoft Office interoperabel ist.

Novell ZENworks Linux Management 7.3 hilft bei der policy-basierten Automation und Verwaltung von SUSE Linux Enterprise 11 sowohl im Desktop- als auch im Server-Bereich. Die SUSE Linux Enterprise-Plattform ist ab sofort erhältlich, die High Availability Extension soll voraussichtlich noch im April folgen.

„Bei der Entwicklung von SUSE Linux Enterprise 11 haben wir vor allem auch die Wünsche und Anforderungen von Kunden berücksichtigt“, erläutert Dr. Gerald Pfeifer, Director Product Management SUSE Linux Enterprise bei Novell im Gespräch mit SearchDataCenter. Als Beispiele nannte der Experte die Unterstützung von .NET-basierten Applikationen auf Mainframes (IBM System z) sowie die Hochverfügbarkeitsfunktionen, die die HA Extension von SUSE Linux Enterprise 11 mit sich bringt.

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