Servervirtualisierung für Hard- und Software aus Cupertino

Parallels Server for Mac als Finale Version erhältlich

17.06.2008 | Autor / Redakteur: Peter Hempel / Martin Hensel

Virtueller Leopard: auf einem Mac OS X Server einen Mac OS X Server virtualisieren.

Die Server-Virtualisierung von Parallels ist die erste kommerzielle Lösung, die offiziell die Server-Version des Apple-Betriebssystems OS X beherbergen kann. Apple knüpft die Freigabe allerdings an das Host-System: Diese Option bietet nur die Version von Parallels Server, die auf Hard- und Software aus Cupertino läuft.

Ab heute liefert Virtualisierungs-Spezialist Parallels die erste Verkaufsversion von Parallels Server for Mac aus. Es handelt sich um eine Hypervisor-Virtualisierung, um Server zu konsolidieren. Auch Software-Tests und Entwicklungen lassen sich in der virtualisierten Umgebung ungefährlicher durchführen.

Wirklich neu an dieser Version ist die Tatsache, dass erstmals ein Apple-Betriebssystem in einer virtuellen Maschine gestartet werden kann. Der Hersteller aus Cupertino hatte solche Installationen bisher untersagt. Bedingung hierfür ist allerdings, dass ein Mac OS X Server die Virtualisierung hostet – Apple läuft damit auch weiterhin nur auf Apple.

Dem Gastsystem stellt Parallels Server umfangreiche Ressourcen zur Verfügung: 32- und 64-Bit-Betriebssysteme werden gleichermaßen unterstützt, vier Prozessoren und bis zu 32 Gigabyte RAM können von Gastsystemen genutzt werden. Der Hersteller verspricht, über 50 verschiedene OS zu unterstützen.

Neben der OS-X-Server-Variante will der Hersteller in absehbarer Zeit auch Windows- und Linux-Versionen veröffentlichen, Release Candidates stehen bereits zum Download bereit. Auch eine Bare-Metal-Virtualisierung soll demnächst erhältlich sein – allesamt aber aus lizenztechnischen Gründen ohne die Unterstützung von Mac OS X Server als Gastsystem.

Verwaltet wird die 860 Euro teure Virtualisierungslösung per Kommandozeile oder per Scripting-Sprache. Dabei können auch mehrere Administratoren auf die Oberfläche von Parallels zugreifen. Für Drittanbieter hat der Hersteller offene APIs und ein SDK im Angebot, um die Verwaltungsmöglichkeiten zu erweitern. Bestehende Installationen lassen sich per mitgelieferter Migrationstools in die virtualisierte Umgebung überführen.

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