01.12.2009 | Redakteur: Stephan Augsten
Wie vom israelischen Wirtschaftsblatt „The Marker“ am Freitag vermutet, übernimmt der IT-Konzern IBM den Datenbank-Sicherheitsspezialisten Guardium. Etwa 225 Millionen US-Dollar will sich Big Blue, wie IBM auch genannt wird, Guardiums Know-how in Sachen Database Activity Auditing und Monitoring kosten lassen.
2002 als israelisches Unternehmen gegründet, verlegte Guardium den Hauptstandort nur ein Jahr später nach Boston in die USA. Seither hat sich das Unternehmen auf das Auditing und Monitoring von Datenbank-Aktivitäten spezialisiert und zählt mittlerweile 60 Mitarbeiter.
Als Tochterunternehmen von Log-on Software aus Israel bietet Guardium Linux-basierte Appliances an, die systemeigene Datenbank-Logging-Funktionen umgehen. So überwacht und verwaltet der SQL Guard Appliance Monitor von Guardium die Verbindungen von und zu zahlreichen Firmendatenbanken.
Für den Schutz der Datenbanken sorgt eine integrierte Zugriffskontrolle. Diese stellt sicher, dass die Kunden, Partner und Zulieferer die Software eines Unternehmens nutzen können, ohne einen Zugang zu den daran angebundenen Datenbanken zu haben. Davon sollen derzeit unter anderem die fünf größten Banken der Welt profitieren, die Guardium nach eigenen Angaben zu seinen Kunden zählt.
Mit ihren Funktionen für das Database Activity Auditing und Monitoring sollen die Appliances gleichzeitig mögliche Informationslücken zwischen Sicherheits- und Datenbankspezialisten schließen. Hierfür werden die täglichen Aktivitätsberichte der Datenbanken und angebundener Systeme in detailreichen Reports zusammengefasst.
Kernkomponente der Guardium-Appliances ist eine Software für das Database Activity Monitoring (DAM). Diese greift auf lokale Datenbank-Agenten, Netzwerk-basierte Appliances für passive Traffic-Kontrolle und aktives Firewalling sowie Aggregation Server zu, die Informationen sammeln und analysieren.
Für IBM dürfte bei dem Deal insbesondere Guardiums Know-how in Sachen Mainframe-Monitoring interessant sein. Dieses lässt sich Big Blue einiges kosten: das überraschend hohe Übernahme-Angebot von 225 Millionen US-Dollar lässt darauf schließen, dass auch andere Wettbewerber an Guardium interessiert sind.
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