07.05.2007 | Autor / Redakteur: Mark Fontecchio / Ulrich Roderer
Außenluft-Economiser helfen Rechenzentren Geld zu sparen. Sofern sie richtig eingesetzt sind, beschädigen sie das IT-Equipment nicht, wie die neue Studie der Lawrence Berkley National
Außenluft-Economiser helfen Rechenzentren Geld zu sparen. Sofern sie richtig eingesetzt sind, beschädigen sie das IT-Equipment nicht, wie die neue Studie der Lawrence Berkley National Laboratory zeigt.
Außenluft-Economiser verfügen normaler weise über einen Sensor und Filter, die Außenluft ins Rechenzentrum einlassen, sofern bestimmte Konditionen wie Temperatur und Feuchtigkeit den vorgegebenen Werten entsprechen. Das Problem bei dieser Technik besteht darin, dass Fremdstoffe und Verunreinigungen mit eingeschleust werden, die sich auf der Elektronik ablagern und sie beschädigen können.
„Besonders problematisch zu bewerten sind sehr feine Aerosole, die zu Kurzschlüssen führen können“, betonen die Wissenschaftler in der Studie. In Ballungsgebieten wie Kalifornien ist die Konzentration von Aerosolen höher als sie für Innenräume durch ASHRAE (American Society of Heating, Refrigerating, and Air-Conditioning Engineers) festgelegt ist. ASHRAE wurde 1984 gegründet und beschäftigt sich mit Technologien der Kontrolle von Wärme, Lüftung und Kühlung von Innenräumen.
Wie die Studie von Lawrence Berkley zeigt, führen vor allem feuchtigkeitsbindende Salze in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit zu Systemabstürzen. Doch William Tschudi, einer der Autoren der Studie stellt fest, dass die meisten Filtersysteme von Rechenzentren ausreichend sind, die Verunreinigungen auszufiltern.
Die Studie betont, dass die Verringerung der Leistungsfähigkeit der IT-Ausstattung durch Außenluftverunreinigungen kein Grund ist, auf Economiser in Rechenzentren zu verzichten. Dafür gibt es gute Beispiele:
Quebecor, ein kanadisches Medienunternehmen im kalten Manitoba, kühlt sein Rechenzentrum zweieinhalb Monate im Jahr gänzlich durch Außenluft. In den anderen Monaten wir teilweise Außenluft hinzugeführt. Insgesamt bezieht Quebecor 65 Prozent der Kühlung von außen. Das Unternehmen verwendet spezielle Filter um die Luft zu reinigen und sie dann zu befeuchten. Gleichzeitig verwendet das Medienunternehmen die Abwärme des Rechenzentrums um Büros und das Warenlager damit zu heizen.
Der Hersteller Network Appliance, dessen kalifornisches Rechenzentrum in der Studie Lawrence Berkley untersucht worden war, berichtet, dass Außenluftkühlung die Kosten um ein Drittel gesenkt hat und es bisher auch keine Ausfallprobleme durch Luftverunreinigungen gegeben hätte.
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