Einhausungen für eine effizientere Kühlung im Datacenter, Teil 2

Probleme, die beim Einhausen leicht übersehen werden

25.05.2011 | Autor / Redakteur: Robert McFarlane, Ralph Beuth / Ulrike Ostler

Einige Dinge werden bei der Planung von Einhausungen leicht einmal vergessen: Die Beleuchtung, der Brandschutz und die Geschwindigkeit der Umluft. Bild: Strato

In modernen Rechenzentren werden gern variable Lüfter mit flexibler Geschwindigkeit und Variable-Frequency Drives (VFD) sowie nach Möglichkeit Variable Capacity Cooling eingesetzt. In Verbindung mit der Kaltluft-Kanal-Einhausung ist dies zwingend.

Einhausung kann den Wirkungsgrad und die Wirtschaftlichkeit der Kühlung von Rechenzentren erheblich verbessern. Aber es ist nicht damit getan, einfach nur Wände einzuziehen. Es gilt eine Reihe von Aspekten zu berücksichtigen, vor allem den zu wählenden Typ von Containment-Konzept und die Art der Installation.

Los geht es mit den Variable Frequency Drives (VFD). Sie kontrollieren die Motorgeschwindigkeit moderner Lüfter. Die Lüfterdrehzahl je nach Kühlungsanforderungen zu ändern, spart Energie.

In CRACs (Computer Room Air Conditioning) müssen Lüftergeschwindigkeit und Kompressorleistung über VFDs gesteuert werden um die Kühlschlangen vor dem Einfrieren zu bewahren. Nachrüstungen für CRAH-Lüfter sind möglich, aber nicht für die meisten älteren CRACs, da Standard-Kompressoren nicht auf diesem Weg zu steuern sind.

Wo muss der Luftaustausch gemessen werden?

Die Herausforderung besteht darin, zu entscheiden, was, wo und wie gemessen werden muss, um die VFDs zu kontrollieren. Eigentlich sollte man den Luftdruck in den Heiß- und Kaltluftkanälen überwachen, um einen geringen Unterschied zwischen beiden festzustellen, um dann die Luftzufuhr der Klimaanlage entsprechend einzustellen. Diese Methode erwies sich aber als unerwartet problematisch in der Ausführung.

Doch hochempfndliche Luftdrucksensoren sind teuer und über längere Zeiträume schwierig in der Justierung. Daher besteht eine beliebtere Methode darin, eine kleine Öffnung zwischen Heiß- und Kaltluftkanälen einzurichten und die Temperaturen dort zu messen.

Wird zu wenig Kaltluft zugeführt, erzeugt der Lüfter einen Unterdruck und drückt heiße Luft durch die Öffnung. Die Temperatur steigt und die Klima-Anlage läuft auf Hochtouren. Diese Kontrollmethode lässt die Implementierung von Kaltluftkanal-Containment weniger problematisch erscheinen als es ursprünglich war.

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