23.07.2010 | Redakteur: Ulrich Roderer

2011 wird der Future Thinking Kongress im Technikmuseum Sinsheim in neue Dimensionen vorstoßen. Unter anderem wird der Deutsche Rechenzentrumspreis verliehen. SearchDataCenter sprach mit Ulrich Terrahe, dem Veranstalter des Kongresses.
SearchDataCenter: Herr Terrahe, nach dem erfolgreichen Start dieses Jahres haben Sie dieses Jahr große Pläne mit dem Rechenzentrumskongress in neuer Location. Unter anderem wollen Sie den sozialen Stellenwert des Kongresses aufwerten. Wie wollen Sie das erreichen?
Im Laufe eines Jahres bietet der Markt viele Veranstaltungen, Kongresse und Messen an, die sich dem Thema Rechenzentrum widmen. Mit future thinking möchten wir uns nicht mit einem weiteren Event hier nahtlos einreihen. Als Veranstalter sehe ich das Besondere in future thinking zum einen darin, dass produktunabhängige Redner die Innovationen des RZ Marktes mit einer außergewöhnlichen Präsentationstechnik dem Publikum nahebringen. Das ganze Event soll ein Erlebnis werden, und deshalb haben wir uns bewusst überlegt, wie wir allen Beteiligten also Rednern, Ausstellern und natürlich den Teilnehmern einen Mehrwert bieten können.
Grundidee ist es, hochkarätig zu Informieren, Networkingplattformen zu schaffen -und das ist neu- Elemente des Staunens einzubinden. Das war bei der ersten Veranstaltung das Planetarium. Mal ganz ehrlich, wer hat sich das letzte Mal gegönnt, ein Planetarium zu erleben? Die besondere Präsentation am Sternenhimmel des Kuppelsaales kam sehr gut an.
Mit der „Location“ Technik Museum Sinsheim und den dortigen Möglichkeiten hoffen wir, uns noch einmal zu toppen. Die Ausstellungen im Museum sind Highlights -in die American Dreamcarhalle dürfen wir sogar unsere RZ-Ausstellung einbinden- und das Erlebnis des 3D Filmes mit den sich anschließenden Vorträgen im IMAX gehören sicherlich wieder zu den Höhepunkten. Da wird doch das Kind im Manne geweckt und die positive Auseinandersetzung mit dem Tag ist vorprogrammiert. Ferner versprechen wir viele kleine weitere Erlebnisse während des Tages, die dann in einer Galaveranstaltung am Abend gipfeln.
Das ist richtig, in diesem Jahr wollen wir im Anschluss an den Kongress den Deutschen Rechenzentrumspreis vergeben. Diese Idee ist sehr gut angekommen, was sich in der Top-Jury wiederspiegelt. Unser Ziel war es, mit jedem einzelnen Jurymitglied ein Spektrum der Branche und der aktuellen Themen abzudecken. Wir haben zum einen die Spezialisten, die unmittelbar aus dem Rechenzentrumsumfeld kommen und in leitenden Funktionen die Entwicklungen der Branche miterleben. Dann konnten wir Professoren von Hochschulen gewinnen, die Forschung und Entwicklung selber vorantreiben und mit innovativen Ideen zum Thema sichtbar geworden sind. Und schließlich haben wir Vertreter von Verbänden und Organisationen, die sich mit Energieeffizienzsteigerung in Rechenzentren beschäftigen und gute Lösungen kennen und diese bewerten können.
Zunächst einmal möchten wir die Teilnahmeprozeduren relativ einfach gestalten, damit der unvermeidliche Papieraufwand so gering wie möglich gehalten wird. Das Organisationkomitee ist gerade dabei, die Modalitäten zu entwickeln. Sie stehen Anfang August auf der Webseite des Future Thinking Kongress zur Verfügung und können dort downgeloaded werden. Rücksprache und Support werden hierbei sichergestellt.
Ziel des Preises ist es, innovative Ideen zu finden und ihnen eine Plattform zu geben, die auf diese Weise mehr Aufmerksamkeit bekommt. Ferner erhoffen wir dadurch, dass innovative Ideen noch schneller umgesetzt werden und dazu beitragen, dass Rechenzentren wieder ein Stück effizienter werden. Schließlich möchten wir bewusst Diskussionen anregen und die Branche auch aktiver an Innovationsprozessen im RZ-Markt teilhaben lassen. Hierzu werden neben der offiziellen Preisermittlung durch die Jury auch Teilnehmerpreise vergeben und ausgerufen, der sich durch ein Voting der Teilnehmer während der Veranstaltung ermitteln und alle aktiv ins Geschehen einbinden.
Ziel des Kongresses „future thinking“ ist die Auseinandersetzung mit neuen Entwicklungen und Trends im Rechenzentrumsbereich. Im Fokus stehen dabei ganz klar das Finden und Präsentieren von Lösungen, die den RZ-Betrieb effektiver gestalten. Hierbei steht sicherlich die technische Infrastruktur (Elektro-, Klima- und Netzwerktechnik) im Vordergrund. Aber eine klassische Abgrenzung gibt es heute nicht mehr. Alle RZ-Gewerke müssen betrachtet werden, um ein optimales Ergebnis zu erreichen. Lassen Sie es mich an zwei Beispielen verdeutlichen: Wären die Temperatur- und Feuchtegrenzen für das IT-Equipment nicht so erweitert worden, hätten wir nicht so hocheffiziente Lösungen in der Klimatechnik entwickeln können. Und würden wir nicht über Visualisierung und Cloud Computing nachdenken, würde die IT-Hardware immer noch mit miserablen Auslastungen und Wirkungsgraden fahren. Diese Wechselwirkungen zu erfassen und intelligente Lösungen daraus zu kreieren, das ist das Ziel.
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