Kostentreduktion durch Kooperation von IT- und Facility Management

Moderne Rechenzentren erfordern neue Strom- und Klimastrategien

17.03.2010 | Redakteur: Ulrich Roderer

Das rechenzentrum verändert sich schnell: IT und Facility Management müssen kooperieren

In deutschen Rechenzentren regiert der Rotstift. Steigende Energiepreise und die Konjunkturflaute drücken die IT-Budgets. Ein entscheidender Kostenaspekt fällt bei den zahlreichen Planungen jedoch häufig unter den Tisch: das Zusammenspiel zwischen IT- und Facility Management.

In den Rechenzentren deutscher Unternehmen trifft leistungsstarkes IT-Equipment oftmals auf Strom- und Klimakonzepte einer vergangenen EDV-Epoche. Die Gründe für diese technologische Kluft liegen in der rasanten Entwicklung der IT-Industrie: Durchschnittlich alle drei Jahre erneuert sich mittlerweile der Lebenszyklus der IT-Geräte in einem Rechenzentrum. Die Anforderungen an die Stromversorgung und Klimatechnik werden hingegen in der Regel für einen Zeitraum von zehn Jahren konzipiert.

Altes Konzept Doppelboden

Die Rede ist etwa vom einst etablierten Klimakonzept, Hardwarekomponenten in Serverräumen per Doppelboden und perforierten Platten auf einem erträglichen Temperaturniveau zu halten. Maximal fünf Kilowatt pro 19-Zoll-Serverschrank lassen sich so klimatechnisch in den Griff bekommen. High Performance Computing ist damit aber undenkbar.

Modernes IT-Equipment erreiche derart hohe Leistungskonzentrationen auf kleinstem Raum, dass klassische Klimakonzepte hier ihre Wirkung verfehlten. Ein Beispiel veranschaulicht die Sachlage: Rechneten Rechenzentrums-Manager im Jahre 2000 noch mit einer benötigten Leistung von rund 800 Watt pro Quadratmeter, so gehen Experten heute im Zusammenhang mit neuen hochleistungsfähigen Bladeserver-Technologien von einer Leistungsdichte von über 30 Kilowatt pro 19-Zoll-Schrank aus, also von zehn bis 15 Kilowatt pro Quadratmeter – Tendenz steigend.

IT und Facility wachsen zusammen

Der Ursprung dieser Entwicklung ist im Personalmanagement zu suchen: Existierten in vergangenen Jahren mit klassischem IT-Equipment, Strom- und Klimakonzepten noch klar getrennte Zuständigkeitsbereiche zwischen der IT-Abteilung und dem Facility Management – also dem für die Gebäudetechnik zuständigen Personal – so wachsen die Verantwortlichkeiten beider Themenbereiche nun mehr und mehr zusammen. „Vom Gerätehersteller angegebene Leistungsdaten und der reale Stromverbrauch klaffen oft auseinander“ sagt Rüdiger Odenthal, Leiter Produktmarketing bei APC by Schneider Electric. Während die Definition des Stromverbrauchs und der Wärmeentwicklung beim IT-Management angesiedelt seien, lägen Aspekte wie Beleuchtung, Heizung, Stromversorgung und Klimaentwicklung im Aufgabengebiet der Facility Manager. „Deshalb müssen IT- und Facility Management künftig Hand in Hand arbeiten.“

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Die im Artikel angestrebte Verflechtung zwischen IT- und Facility- Managment beschreibt so...  lesen
posted am 24.03.2010 um 21:48 von ilja71


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