10.07.2009 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter / Florian Karlstetter

Zu den größten Problemen, mit denen sich Rechenzentrums-Betreiber im Alltag konfrontiert sehen, gehören Faktoren wie eine unzureichende Stromversorgung und zu geringe Leistung der Kühlsysteme. Eine vorausschauende Planung, die richtige Standortwahl und der Einsatz moderner Technologien können helfen, solche Engpässe bereits im Vorfeld zu vermeiden.
Mangelnde Stromversorgung und zu geringe Leistung der Kühlsysteme zählen im Rechenzentrumsumfeld zu den größten Risikofaktoren. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage unter den Teilnehmern der Veranstaltung „Operations and Management Summit 2008“ des Marktforschungsinstituts Gartner. 93 Prozent der über 100 Befragten planen, ihr Rechenzentrum auszubauen, zu verlegen oder aufzurüsten, um den gestiegenen Bedarf von Strom und Kühlung zu bewältigen.
„Strom und Kühlung sind die beiden Themen, die jedes Rechenzentrum beschäftigen“, sagt Michael Bell, Research VicePresident bei Gartner. „Schon nächstes Jahr werden die Hälfte aller Rechenzentren weltweit technisch veraltet sein, weil sie den Strombedarf und die Kühlleistung nicht erbringen können, die von hochintegrierten Systemen verlangt wird.“
Doch es stehen auch schon Technologien zur Verfügung, mit denen sich die düsteren Prophezeiungen von Gartner abwenden lassen wie integrierte Kühlung im Server, im Rack und im Gang. Bis 2011 werden In-Rack- und Im-Gang-Kühlung die vorherrschenden Technologien für hochintegrierte Systeme sein. Gartner rechnet damit, dass In-Server-Kühlung wie sie Firmen wie Spraycool anbieten, zu 15 Prozent in Servern installiert sein werden.
Hochintegrierte Systeme wie Blades verschärfen die Probleme. Durch die kleine Bauweise benötigen sie mehr Watt pro Rack. „Als Server noch Pizza Boxes waren, gab es diese Probleme nicht, mit Blades, die man auch Flammwerfer nennt, ist Kühlung ein Hauptproblem“, sagt Kenneth Uhlman, Director of Data Center Business Development bei Eaton.
Gartner schätzt, dass die Zahl der installierten Blades auf 7.200.000 bis 2011 anwächst. Von einem ökonomischen Standpunkt aus kosten heute zwei Rackserver pro Quadratmeter 90 Euro. Sechs Server auf der gleichen Fläche erhöhen die Betriebskosten auf 340 Euro. 12 Blades in diesem Rack steigern die Kosten sogar auf 1.000 Euro nach Schätzungen von Gartner.
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