Der neue WLAN-Standard läutet das Ende des Ethernets ein

802.11n wird das WLAN bald zum bevorzugten und dominanten LAN-Zugang machen

03.09.2007 | Redakteur: Andreas Donner

In ihrem neuesten Report untersucht die Burton Group die Unterschiede zwischen WLAN und Ethernet und kommt zu dem Schluss, dass der neue IEE-Standard für drahtlose Netzwerkkommunikation (WLAN) 802.11n das Ende herkömmlicher Ethernet-Netzwerke einläuten könnte. Binnen zwei bis drei Jahren, so der aktuelle Report des Analystenhauses, wird WLAN die kabelgebundenen Netzwerke ablösen.

802.11n ist ein neuer Standard für drahtlose Netzwerkkommunikation (WLAN) des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE), mit dem Durchsatz und Reichweite im Vergleich zu älteren 802.11-Standards erheblich verbessert werden. Zwar wird der neue Standard voraussichtlich frühestens im ersten Quartal 2009 verabschiedet, aber man geht schon jetzt davon aus, dass 802.11n mehr als 100 Mbps Paketdurchsatz und eine bis zu doppelte Bandbreite gegenüber 802.11g liefern wird.

Im neuesten Burton Group Report prognostiziert Senior Analyst Paul DeBeasi deshalb eine rasche Abkehr von der Nutzung drahtgebundener LAN-Verbindungen zugunsten von Wireless-LAN. „Der neue IEE-Standard 802.11n verspricht eine neue, allumfassende Mobilität“, so DeBeasi. „IT Professionals sollten bereits jetzt darüber nachdenken, wie sie künftig ihre WLAN-Umgebung aufstellen werden.“

Während Switch Trunks und Netzwerke von Rechenzentren noch einige Jahre auf Ethernet-Verbindungen zurückgreifen müssen, werden Verbesserungen im Radio Design, in der Netzwerk-Kontrolle und bei Wireless Security sowie im Power Management 802.11n bald zum bevorzugten und dominanten LAN-Zugang machen.

Nach einer umfassenden Analyse von herkömmlichem Ethernet im Vergleich zu WLAN nach neuem Standard, empfiehlt DeBeasi Unternehmen die Umrüstung auf 802.11n WLAN, wenn folgende Kriterien zutreffen:

  • Wenn die Zahl der Laptops steigt
  • Wenn mobile Applikationen eingesetzt werden
  • Wenn die Durchsatzrate von Fast Ethernet ausreicht
  • Wenn VoIP eingesetzt wird
  • Wenn das Netzwerk oft verändert wird
  • Wenn Denial of Service-Angriffe unwahrscheinlich sind
  • Wenn sich die Verlegung der Ethernet-Kabel schwierig gestaltet

„Man kann die Unterschiede zwischen 802.11n und Ethernet hinsichtlich Leistung, Sicherheit, Kosten und Administrationsaufwand analysieren“, resümiert DeBeasi seine Untersuchungen, „der entscheidende Vorteil von 802.11n gegenüber Ethernet liegt aber eindeutig in der umfassenden Mobilität.“

Der 802.11n Standard wird auch auf der diesjährigen Catalyst Conference der Burton Group diskutiert. Diese findet vom 23. bis 25. Oktober 2007 in Barcelona statt. Die Agenda der Konferenz ist unter dem unten stehenden Link zu finden.

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