18.08.2009 | Redakteur: Rainer Graefen
Die zweite Generation der Single-Chip-Architektur von Qlogic hat mit der weitreichenden Integration in Netapps Filer eine erste Anerkennung bekommen. Damit ist der Startschuss für einen neuen Typus von Storage-Inseln gegeben, der im Laufe der nächsten Jahre seine Erweiterung auf konvergierte Netzwerke erfahren könnte.
Vielen IT-Leitern dürfte sich der Sinn von 10 Gigabit Ethernet und demnächst mehr noch nicht erschlossen haben. Und auch die Storage-Hersteller tun sich schwer mit der Argumentation für den Bedarf dieser Bandbreite.
Qlogics will mit seiner 8100-Familie die Ablösung alter Infrastrukturen auf das Converged Enhanced Ethernet vorantreiben. Der Converged Netzwerkadapter (CNA) beherrscht deshalb neben 1-Gigabit-Ethernet auch 10-Gigabit-Enhanced-Ethernet und 8-Gbit/s-FC.
Damit lassen sich nun sowohl IP-als auch Fibre-Channel-Daten mit nur einem Netzwerkadapter über Ethernet vom Storage zum Server transportieren.
Arbeitete die erste Generation von CNA-Karten noch mit mehreren stromfressenden Chips, bietet Qlogic jetzt mit dem Single-Chip-Design eine wesentlich leichter integrierbare FCoE-Plattform an. Das Asic lässt sich sowohl für Initiatoren (Server-CNA) wie auch für die Target-Systeme konfigurieren.
Neben Direktverbindungen steht die Zusammenarbeit mit den FCoE-Switches von Cisco oder Brocade im Vordergrund. Dem Anwender wird damit die Möglichkeit eröffnet schrittweise eine Migration seiner FC-SAN-Inseln hin zu einer übergreifenden Enhanced-Ethernet-Infrastruktur vorzunehmen.
Als einer der ersten Storage-Hersteller rüstet NetApp offensiv seine FAS2050-, FAS3040-, FAS3070-, FAS3100- und FAS6000-Familien sowie die Modelle der V6000- und der V3100-Produktlinien mit dem Qlogic-Asic aus. Diese Aufrüstung kann von allen Server, die für den gemeinsamen Einsatz mit den genannten Speichersystemen zertifiziert sind, genutzt werden.
Die CNA-Modelle der QLogic 8100-Familie wurden speziell für die Integration in moderne, virtualisierte Rechenzentren entwickelt, in denen leistungsstarke Multiprozessor- und Multi-Core-Server betrieben werden. Neben NetApp nennt Marketier Hansen deshalb auch die Bladecenter von IBM.
Weitere wichtige Hersteller werden wohl bald folgen, da Qlogic neben Standardkarten auch Mezzaninekarten (Aufsteckkarten) anbietet, die für die bekannten Betriebssysteme von Windows, Linux, AIX und HP-UX geeignet sind.
Darüber hinaus werden die am meisten verbreiteten Virtualisierungslösungen (VMware ESX Server, Microsoft Windows Server 2008 Hyper-V, Citrix XenServer) zertifiziert. Ebenso lassen sich die Single-Chip CNAs in alle Hardware-Systeme angefangen vom Power PC bis hin zu Nehalem integrieren.
weiter mit: Verkabekungsaufwand runter, Virtualisierung rauf, iSCSI performanter
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