17.03.2009 | Redakteur: Ulrike Ostler
Schneller als Cisco selbst war BMC heute mit einer Bekanntgabe dessen, was „Unified Computing“ sein könnte. Der Spezialist in Sachen System-Management stellt ein umfassendes, automatisiertes Rechenzentrums-Management in Aussicht, das auf einer engen Integration von BMC-Tools und einer Cisco-eigenen Blade-Architektur beruht.
„Wir ordnen diese Ankündigung in die Rubrik „game changer“ ein, sagt Jim Grant, Senior Vice President bei BMC, zuständig für Strategie und Unternehmensentwicklung. Unified Computing sei dazu angetan, den Markt und die IT generell und beim Kunden zu revolutionieren.
Es gehe darum,
BMC spricht gar von einem Quantensprung. Bewirken soll ihn die Integration der BMC-Tools „Bladelogic Service Automation” and “Atrium Configuration Management Database” (CMDB) in den „Unified Computing System Manager“.
Dieser sitzt auf einem Cisco-eigenen Blade, um den es zwar schon viele Gerüchte gab, aber noch wenig Konkretes. Laut Grant besteht er zum großen Teil aus Standard-Komponenten, wie einem Intel-Chip (siehe: „Unified Computing von Cisco soll die IT-Landschaft revolutionieren“).
Jedenfalls fließen in die CMDB Hardware- und Software-Profile ein, wobei das Cisco-Management Konfigurationsdetails der Netz-Komponenten beisteuern, BMC eher die Softwareprofile. Zusammen ergibt sich ein umfassendes Bild der virtuellen und physikalischen Infrastruktur, inklusive Storage, Server, Betriebssysteme und der virtuellen Maschinen.
Die Nutzer sollen in die Lage versetzt werden, möglichst einfach und schnell Aufgaben des Provisoning und der Rekonfiguration erledigen zu können. Diese nehmen in vielen Datenzentren heute noch Wochen oder gar Monate in Anspruch.
Die Kombination aus Cisco und BMC mündet in einer gemeinsamen Management-Konsole. Die CMDB wird in Echtzeit den Blick auf das Unified Computing System von Cisco freigeben. Das Portfolio des Herstellers soll das Cisco-Device-Management um Performance- und Service-Management ergänzen.
Die Partner sind zudem eine gegenseitige Vertriebsvereinbarung eingegangen. So gibt es ab dem kommenden Quartal etwa ein mit Bladelogik konfiguriertes Unified Computing System. Preise sind noch unbekannt.
Die Partnerschaft ist für beide Unternehmen nicht exklusiv. Gleich zu Beginn gibt es jedoch bereits einige hundert große Unternehmen, die das Cisco-BMC-Bundle einsetzen wollen, so Grant.
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