SearchDataCenter-Umfrage über Server, Software und Datacenter-Infrastruktur, Teil 4

Schneller ROI macht den Einsatz von Konfigurationsdatenbanken (CMDB) im Rechenzentrum attraktiv

30.01.2009 | Autor / Redakteur: Lauren Horwitz / Ulrich Roderer

Immer mehr Betreiber von Rechenzentren setzen auf CMDBs.

SearchDataCenter hat im Rahmen einer jährlichen Umfrage aktuelle Trends im Datacenter-Umfeld ermittelt. CMDBs sind auf dem Vormarsch.

Anbieter von Systems Management-Lösungen werben damit, dass ihre Produkte komplexe Umgebungen managen können und das Rechenzentrum automatisieren. Doch die befragten Anwender betrachten die Leistungsfähigkeit dieser Tools mit Skepsis.

Obwohl 65 Prozent der Befragten in 2007 über ein größeres IT-Budget verfügten, wuchsen die Ausgaben für Systems Management-Lösungen wie Performance Monitoring, Automatisierung und Kapazitätsplanung kaum.

Wie die SearchDataCenter-Studie über das Kaufverhalten in 2008 zeigt, hatten nur 35 Prozent der Befragten die Absicht, die Ausgaben für Systems Management-Lösungen zu erhöhen. 42 Prozent wollten die gleiche Summe wie in 2007 ausgeben. Auch das Interesse für die Organisation des Rechenzentrums gemäß der IT Infrastructure Library (ITIL) war eher halbherzig. Ungefähr 70 Prozent der Befragten haben ITIL nicht implementiert. Von denen, die die Best Practices nutzen, beschränken sich die meisten auf die grundlegenden Teile des Service Supports.

Die Komplexität bewältigen

Rechenzentren haben aber vor allem in Konfigurationsdatenbanken (CMDBs) investiert, um die wachsende Zahl der Server, ihrer Konfigurationen und der Interdependenzen im Griff behalten zu können. Fast 80 Prozent haben bereits eine CMDB oder evaluieren sie. Doch im Allgemeinen wachsen die Ausgaben für Systems Management-Tools nur wenig gegenüber dem Vorjahr: „Unsere Untersuchungen zeigen ein grundlegendes Misstrauen gegenüber Systems Management-Tools“, sagt Andi Mann, Research Director bei Enterprise Management Associates. IT-Manager glauben nicht, dass die angebotenen Management-Lösungen die zunehmenden komplexen Abhängigkeiten der Komponenten eines Rechenzentrums verwalten können.

Woher kommt dieses Misstrauen? Die Gründe liegen einmal in den hohen Kosten, zum anderen an fehlendem Personal. Fast 37 Prozent der Befragten gaben an, keine Management-Lösungen aufgrund fehlenden Budgets einzusetzen, bei 24 Prozent fehlten die entsprechenden Mitarbeiter. Aber auch der ROI-Aspekt fällt ins Gewicht. 10 Prozent sind skeptisch, ob sich der Einsatz dieser Tools wirklich rentiert.

Inhalt des Artikels:

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