02.02.2009 | Autor / Redakteur: Mark Fontecchio / Florian Karlstetter
Rechenzentrumsbetreiber setzen vermehrt auf Energieeffizienz, in einigen Fällen mag dies auch zu messbaren Erfolgen führen. Allerdings, so scheint es, sind im Nachhinein nicht alle sicher, ob ihre Bemühungen auch tatsächlich Früchte getragen haben. Zu diesem Ergebnis kommt der „Data Center Decisions 2008 Purchasing Intentions Report“ von SearchDataCenter USA.
Zuerst das Wesentliche: Lediglich 16 Prozent der über 600 befragten IT-Verantwortlichen haben in der von SearchDataCenter USA durchgeführten Umfrage angegeben, dass eine Verminderung des Stromverbrauchs in ihrem Rechenzentrum derzeit nicht Priorität hat. Diese Zahl belegt zwar, dass sich Rechenzentrumsbetreiber überwiegend mit dem Thema Energieeffizienz auseinandersetzen, unklar bleibt hierbei jedoch, wie sich tatsächliche Einsparungen berechnen lassen.
Über ein Drittel der Befragten wissen dabei nicht einmal, wie sich die Stromkosten im Jahresvergleich 2007/2008 entwickelt haben. Ein Grund liegt darin, dass solche Zahlen in einigen Unternehmen nicht explizit auf das Rechenzentrum ausgewiesen werden, sondern auf den gesamten Bedarf im Unternehmen.
„Typischerweise gehen die (Strom-) Verbrauchskosten nicht ans Rechenzentrum“, konstatiert Ken Brill, Executive Director beim Uptime Institute. Deshalb haben IT-Verantwortliche auch keine Möglichkeit, präzise Zahlen über den Stromverbrauch zu erhalten. Dieser Umstand stellt ein grundsätzliches Problem dar.
Viele Industrieführer werben für ein ganzheitliches Konzept zur Messung des Energieverbrauchs. Denn: was nicht messbar ist, kann auch in Zahlen nicht beziffert werden. Charles King, Analyst bei Pund-IT sieht hier auch einen Indikator für die oftmals noch bestehende Trennung zwischen IT-Abteilung und der Unit, die die Rechnungen bezahlt. Eine bessere Transparenz zwischen einzelnen Abteilungen wäre also wünschenswert.
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