Verfügbarkeitsanalyse der Infrastruktur in Rechenzentren mit Projekt VAIR

Online-Umfrage zur Verfügbarkeit von Rechenzentren

05.08.2009 | Redakteur: Florian Karlstetter

Teilnehmer am Projekt VAIR erhalten anonym und kostenlos eine Analyse über die Qualität der Infrastruktur ihres Rechenzentrums.

Rechenzentrumsbetreiber sind ab sofort aufgefordert, an einer Online-Umfrage zur Verfügbarkeitsanalyse der Infrastruktur von Rechenzentren teilzunehmen. Anhand der Ergebnisse lässt sich die Ausfallsicherheit des eigenen Data Centers überprüfen, außerdem erhalten die Teilnehmer Entscheidungshilfen, an welchen Stellen am effektivsten in die Steigerung der Verfügbarkeit investiert werden kann.

Das vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vorgestellte Projekt VAIR (Verfügbarkeitsanalyse der Infrastruktur in Rechenzentren) ist eine gemeinsame Entwicklung vom BSI, der bit GmbH und der Fachhochschule Frankfurt am Main – University of Applied Sciences. VAIR richtet sich an Behörden und Unternehmen, die anhand von rund 60 Indikatoren überprüfen können, wie ausfallsicher das eigene Rechenzentrum ist.

Das Bewertungssystem von VAIR basiert auf einem prototypischen Indikatorsystem zur Ausfallsicherheit von Rechenzentren und soll Rechenzentrumsbetreibern wertvolle Entscheidungshilfen darüber geben, wo sie ihr Budget am effektivsten zur Verfügbarkeitssteigerung einsetzen können. Die Datenerhebung erfolgt anonym, Rückschlüsse auf den Datengeber sind nicht möglich.

Da die angegebenen Daten mit den Datensätzen aller Beteiligten verglichen werden, können RZ-Betreiber direkt ablesen, ob die von ihnen getroffenen Maßnahmen zur Betriebssicherheit besser, schlechter oder vergleichbar mit den Durchschnittswerten sind.

Die Hauptziele des VAIR-Projekts sind die empirisch begründete Abbildung von Indikatormustern auf Verfügbarkeitsstufen sowie die empirische Validierung von Best-Practice-Ansätzen für die Bewertung von Infrastrukturen.

Die Datenerhebungsphase endet voraussichtlich im November 2009. Ab diesem Zeitpunkt stehen dann verschiedene Auswertungen zur Verfügung, an denen sich beispielsweise ablesen lässt, mit welchen Prozessen man am weitesten vom statistischen Mittel entfernt ist und somit auch, welche Prozesse oder Bereiche zu verbessern sind.

Die Bearbeitungszeit für die Beantwortung des Online-Fragebogens beläuft sich auf circa zwei Stunden. Für die Beantwortung sollte man sich mit der Infrastruktur und den internen Betriebsprozessen auskennen oder die verantwortlichen Personen involvieren.

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