DataCore und Riverbed umgehen WAN-Flaschenhälse bei Remote-Replikation

RTO und RPO ohne zusätzliche Leitungskapazitäten verbessern

10.02.2009 | Autor / Redakteur: Peter Hempel / Andreas Donner

DataCore und Riverbed beschleunigen WAN-Replikation in einem Disaster-Recovery-Szenario.

DataCore Software, Anbieter hardwareunabhängiger Speichervirtualisierung, hat seine SANmelody-Software mit Riverbed Steelhead-WAN-Appliances getestet und eine 14-fache Beschleunigung der asynchronen Datenreplikation erzielt. Ein Whitepaper soll exemplarisch zeigen, wie man Recovery Time Objectives (RTO) und Recovery Point Objectives (RPO) ohne zusätzliche Leitungskapazitäten verbessern kann.

Der IT-Dienstleister Waterstons und das Unternehmen DataCore haben eine Kombination von Speichervirtualisierung und WAN-Optimierung entwickelt. Dabei wurde die eingebaute Remote-Replication-Funktion von DataCores SANmelody verwendet, um über ein existierendes 2Mbps-IP-WAN Änderungen in virtuellen Disk-Blöcken vom Primär- zum Auslagerungsstandort zu übertragen.

Diese Übertragungen zwischen zwei Standorten wurden auf beiden Seiten mit Hilfe von Steelhead-Appliances von Riverbed komprimiert, gecached und optimiert. Mit dieser Lösung konnten die Vorgaben für Disaster Recovery erfüllt werden und sie erwies sich darüber hinaus als kosteneffektiver als eine Erhöhung der Leitungskapazität – der vormals angestrebten Lösung.

Die Konsolidierung von physischen auf virtuelle Server führt in Disaster-Recovery-Szenarien zu einem starken Anwachsen der Datentransfers zwischen Primär- und Remote-Standort. Die Überlastung der WAN-Verbindung zwischen Standorten führt zu einem Flaschenhals und einem Rückstand, der ein inakzeptables Datenverlustrisiko darstellt. Die naheliegendste Lösung dieses Problems war bisher, Leitungskapazität und -geschwindigkeit zu erhöhen. Das hatte aber Infrastrukturinvestitionen und höhere laufende Kosten zur Folge.

Ein Whitepaper (englischsprachig) auf SearchNetworking.de beschreibt und erklärt die Waterstons/DataCore/Riverbed-Lösung konkret am Beispiel eines britischen Unternehmens. In Tests konnte die Zeit für die initiale Replikation dreier neu erstellter virtueller Maschinen über das WAN von 42 auf drei Stunden gesenkt werden. Das notwendige Zeitfenster für die fortlaufende asynchrone Replikation wurde auf fünf Minuten reduziert.

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