27.03.2009 | Autor / Redakteur: STEFAN HESSE, ROLAND HEINEN / Ulrich Roderer
Die Vorteile der Servervirtualisierung lassen sich nur dann voll ausschöpfen, wenn auch Kapazitätsplanungstools zum Einsatz kommen. Omnivision ist eine Lösung, die sogar heterogene Umgebungen optimiert.
Anbieter von Virtualisierungstechnologien werben damit, dass sich damit vorhandene Ressourcen bis zu 80 Prozent auslasten lassen. Ein lockendes Versprechen, soll doch die durchschnittliche Auslastung der Server gerade mal 10 Prozent betragen, wie viele Studien belegen. Neben der gesteigerten Effizienz verringern Konsolidierungsraten von Servern von 8:1 signifikant die Energiekosten.
Die Realität bei Konsolidierungsprojekten in vielen Rechenzentren zeigt aber, dass sich die durchschnittliche Auslastung lediglich auf 20 Prozent erhöht. Denn häufig wählen die IT-Fachleute einen überdimensioniertern Host, der die durchschnittliche Auslastung lediglich von 10 auf 20 Prozent anhebt. Viele IT-Betriebe haben bisher die versprochenen Benefits nicht erreicht und die Virtualisierungsbemühungen kommen nur langsam voran. Um den erwarteten ROI zu realisieren, müssen Unternehmen gleichzeitig ein Kapazitätsmanagement einsetzen, um optimal die Ressourcen auszulasten.
Virtualisierung muss sicherstellen, dass die Kosten deutlich gesenkt werden können, ohne dabei das Risiko für das Business zu erhöhen. Das volle Ausschöpfen der Vorteile der Virtualisierung scheitert oft daran, dass keine ausgereiften Werkzeuge vorhanden sind, die die notwenige Transparenz sowie eine Anleitung liefern, die für das Management komplexer und dynamischer gewordenen Infrastrukturen notwendig ist. Darüber fehlt Unternehmen die Expertise, um die dafür erforderlichen Regelwerke zu planen, umzusetzen und zu managen. Welche Lösungen sind verfügbar? Wie wurden diese bisher genutzt, um Kapazitätsmanagement zu betreiben?
Servervirtualisierung repräsentiert einen Paradigmenwechsel innerhalb des IT-Managements und insbesondere im Kapazitätsmanagement. In der Vergangenheit wurde Kapazitätsmanagement häufig mit Performance- oder Systemmanagement Tools betrieben. Der Kapazitätsbedarf wurde Server für Server betrachtet und grobe Schätzungen oder zeitintensive Analysen auf Basis der Rohdaten durchgeführt.
Diese Praxis führte zu überdimensionierten Rechenzentren, die einen enormen Energieverbrauch hatten und dabei nur eine durchschnittliche Auslastung der einzelnen Server von 10 bis 20 Prozent vorweisen können. Diese Vorgehensweise ist bei physikalischen Servern, die meist nur eine einzige Applikation hosten, ein gangbarer Weg. Aber es ist unmöglich, dieses Vorgehen auf die stetig wachsenden virtuellen Welten zu übertragen.
Die Arbeitslast mehrerer Anwendungen muss nun von einer stark limitierten Anzahl physikalischer Server mit variablen Ressourcen getragen werden.
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