Cloud Computing: Anwender befürworten neues Preismodell

Amazon führt „Reserved Instances“ für Cloud-Computing-Service EC2 ein

25.03.2009 | Autor / Redakteur: Jo Maitland / Florian Karlstetter

Sicherheit und andere Hürden

Eli Lilly & Co, ein großes Pharmazie-Unternehmen in den USA, hat vor kurzem mit Hilfe von Amazon EC2 eine umfangreiche Datenanlyse für ein neues Medikament abgeschlossen. Die Kosten für Amazons Service betrugen hierbei gerade mal 89 US-Dollar. Hätte das Unternehmen eigene Server für die Analyse kaufen, auf- und einsetzen müssen, wäre das Projekt weitaus teurer gekommen.

Adrian Seccombe, Sicherheitschef des Unternehmens erklärt hierzu, dass sämtliche Ergebnisse über eine sichere Datenverbindung direkt aus der Amazon Cloud übertragen worden sind. Seine anfänglichen Bedenken galten primär der Sicherstellung, dass keinerlei Datenfragmente in der Cloud zurückbleiben würden. Dies sicherte Amazon natürlich zu, allerdings fehlen geeignete Audits, die dies unabdingbar belegen.

Für viele Unternehmen ist eine solche Zusicherung jedoch nicht genug, vielmehr sollte ein unabhängiger Dritter Amazon´s Service prüfen und anhand von Auditing sicherstellen, dass sämtliche Daten auch wirklich komplett gelöscht sind.

Trotz dieser Bedenken ist davon auszugehen, dass Amazons neue Preisoption viele Unternehmen in Zeiten der Rezession anlocken wird. Cloud Computing ist ein probates Mittel, um Kosten im Rechenzentrum einzusparen. Schliesslich spart man sich den Kauf von Hardware und den Betrieb im Haus, auch ist das Modell günstiger als traditionelles Hosting, bei dem man feste Raten bezahlt, ganz gleich ob man die Serverkapazitäten braucht oder nicht. Amazons Bemühungen, mehr Preismodelle anzubieten und damit auch für mehr Kostentransparenz zu sorgen, ist daher ein Schritt in die richtige Richtung.

Zu den größten Barrieren bei der Adaption von Cloud Computing-Techniken gehört die fehlende Klarheit über das mögliche Einsparpotenzial. Unsicherheit beim Management und Support stellen weitere Hürden dar, gefolgt von Sicherheitsaspekten. Zu diesem Ergebnis kam eine jüngst veröffentlichte Studie von SearchServerVirtualization.com.

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