04.01.12 | Autor / Redakteur: Bill Claybrook, Ralph Beuth / Ulrike Ostler
Wie kann man bei dem riesigen Angebot an Cloud-Werkzeugen die Tools sinnvoll klassifizieren und zugleich das Produkt finden, das zu den eigenen Anforderungen passt?
So werden etwa Tools zur Cloud-Applikations-Migration für die Schaffung hybrider Clouds benötigt. Automation-Tools erleichtern das Provisioning, reduzieren Fehler und sparen Kosten, indem sie diese sichtbar machen. Cloud Monitoring-Tools sind grundlegend, aber erzielen wenig Aufmerksamkeit, obwohl sie für Performance und Sicherheit unentbehrlich sind.
Dennoch waren die bisherigen Versuche einer Katagorisierung nicht wirklich erhellend, um die führenden Anbieter bei Schlüsselthemen wie Anwendungsmigration, Automation und Monitoring zu ermitteln. Dieser stellt die Top-Cloud-Tools sowie einige Kategorien vor.
Interoperabilität ist ein wichtiges Thema beim Cloud Computing, besonders im Fall hybrider Clouds. Und ein Kernstück der Interoperabilität ist die Applikationsmigration beziehungsweise die Fähigkeit Anwendungen zwischen Private und Public Clouds oder von einer Public Cloud zu einer anderen zu bewegen.
Das Verschieben von Applikationen unter verschiedenen Clouds erlaubt es Unternehmen, die jeweils zweckmäßigste Technik zu wählen und anbieterseitige Lock-ins zu vermeiden. Allerdings ist die Migration nicht möglich ohne Tools für verschiedene Cloud-Anbieter und Services:
„Cloud Switch“, im Jahr 2011 von Verizon gekauft, nutzt eine Isolationstechnik (Cloud Isolation Technology), um eine mehrstufige Applikationsmigration in der Cloud zu erleichtern. Es handelt sich um einen Virtualisierungs-Layer, der automatisch auf dem Hypervisor des Cloud-Anbieters und im Betriebssystem des Endanwenders läuft.
Der Virtualisierungs-Layer legt Informationen auf der virtuellen Maschine (VM) ab, ohne dass zusätzliche Informationen vom Cloud-Provider benötigt werden. Er isoliert und schützt die Umgebung in der Cloud.
Mit der Verwendung von Cloud Switch müssen keine Anwendungen verändert werden; die Technik erzeugt ein Abbild der Applikation, so dass diese innerhalb der Ziel-Cloud-Umgebung zu laufen scheint, obwohl sie die Konfiguration der Quellen-Umgebung beibehält.
„Racemi Dyna Center“ erfasst einen Server (physisch oder virtuell) in jedem Datacenter oder einer Cloud und richtet diesen in einer Ziel-Umgebung ein. Ein wichtiger Bestandteil des Application Migration Tool von Racemi ist eine Management-Appliance, die auf die erfasste Server-Umgebung einen ebenso guten Zugriff wie auf die Ziel-Server-Umgebung hat.
„App Zero“ bietet eine Software zur Erstellung, Kontrolle und Unterhaltung von Virtual Application Appliances (VAAs). VAAs sind in sich abgeschlossene, portable Einheiten, die kein Betriebssystem aufweisen. Jede Unternehmensanwendung kann mit App-Zero-Produkten virtuell eingerichtet werden. Einmal ins VAA-Format übertragen, lässt sie sich zwischen verschiedenen IT-Infrastrukturen hin und her bewegen.
„Netscaler Cloud Bridge“ von Citrix erweitert die Quell-Cloud, um Cloud-gehostete Anwendungen so erscheinen zu lassen als würden sie auf einem zusammenhängenden Unternehmensnetzwerk laufen. Die Brücke beinhaltet einen sicheren Tunnel für den Daten- und Informationsfluss zwischen den Clouds.
Sie bietet zudem einen transparenten Zugang zu Application-Services, die in der Quell-Cloud gehostet werden, wie zum Beispiel das Domain Name System (DNS) und Lightweight Directory Access Protocol (LDAP). Netscaler Cloud Bridge schafft ein Overlay-Netzwerk als logische Erweiterung der Quell-Cloud-DMZ um Einstellungen auf dem Virtual LAN (VLAN) der Ziel-Cloud denen auf dem DMZ-VLAN entsprechen zu lassen.
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Eine tolle Zusammenstellung.
Ich hoffe, es gibt demnächst einen Nachfolgeartikel mit weitere...
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