28.01.2010 | Autor / Redakteur: Carl Brooks / Ulrich Roderer
VMware versucht durch die Öffnung seiner vCloud-Initiative auf Open Source mehr Marktdurchdringung zu erzielen.
VMware hat Tools für Open Source-Entwickler für seine vCloud-Initiative angekündigt, um seinen vCloud-APIs mehr Verbreitung zu ermöglichen. Der Hersteller hat jetzt Software Development Kits (SDKs) für Java und Python angekündigt sowie die Zusammenarbeit mit Open Source Cloud-Projekten wie libcloud, jclouds und Dasein.
„Unser Ziel ist es, die Anwendung der APIs für Entwickler einfacher zu machen“, sagt Jian Zhen, Director of vCloud Solutions, VMware.
Durch die Unterstützung beispielsweise von libcloud, einem Ableger des Multi-Cloud-Managementportals Cloudkick, sind VMware-Kunden in der Lage, einfacher auf die vCloud-Plattform zu migrieren.
Zhen weist darauf hin, dass Provider die vCloud-APIs auch dann einsetzen können, selbst wenn sie nicht die Virtualisierungstechnologie von VMware im Einsatz haben, da diese auf dem offenen OVF-Standard (Open Virtualization Format) entwickelt wurden. Er sieht die APIs als einen guten Kandidaten für einen zukünftigen Cloud-Standard und legt Cloud-Providern nahe, dass sie den Trend verpassen könnten, wenn sie sich nicht frühzeitig damit beschäftigen würden.
Libcloud ist eine Softwarebibliothek für Python, die Befehle an die entsprechenden APIs von Cloud-Providern übergibt. Dasein und jcloud erledigen dieselbe Aufgabe für Java. Bei allen drei genannten Bibliotheken handelt es sich um Open Source-Projekte. Alex Polvi, Mitgründer von Cloudkick und MitAutor von libcloud sagt, VMware hätte großartige Unterstützung geleistet, um vCloud in libcloud einzubinden.
Da VMware den Unternehmensmarkt dominiert, ist es ein Muss für Entwickler in großen virtualisierten Umgebungen zu arbeiten. Für sie ist es wichtig, in ihrer Entwicklung hin zu öffentlichen Clouds wie AWS (Amazon Web Services), dass die Umgebungen möglichst konsistent sind.
Die SDKs und die Integration in libcloud wird vCloud langfristig populärer machen, doch Polvi merkt an, das vCloud noch sehr neu ist und die Hosting-Optionen dafür sehr begrenzt sind, verglichen mit den anderen Cloud-Providern am Markt.
Zudem hat die vCloud-Lösung von VMware den Nachteil, dass sie teuer ist. Obwohl einfacher zu verwenden als Konkurrenzlösungen, liegen die Preise deutlich über den Angeboten von Rackspace and Amazon. Und je nachdem wie stark sich VMware am Markt durchsetzen kann, wird sich zeigen, ob Kunden nicht die Flexibilität vermissen, weil sie wieder an VMware gebunden sind, sowohl in als auch außerhalb des Rechenzentrums.
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