15.04.2010 | Redakteur: Florian Karlstetter
Informatica hat die Ergebnisse einer Studie der Oracle Applications User Group zum Thema Information Lifecycle Management veröffentlicht. Diese zeigt detailliert die enormen Herausforderungen, denen sich IT-Abteilungen angesichts der stets steigenden Datenmengen in Unternehmen stellen müssen.
In der von Unisphere Research durchgeführten Studie mit dem Titel „Information, Unplugged: 2009 OAUG ResearchLine Survey on Enterprise Application Information Lifecycle Management“ wurden rund 225 Mitglieder der Oracle Applications User Group (OAUG) zum Thema Information Lifecycle Management (ILM) befragt.
Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Unternehmen vor immer stärkeren Herausforderungen stehen, um der Datenflut – verursacht durch Unternehmensapplikationen und Datenbanken – Herr zu werden. Möglicher Ausweg ist die Integration einer ILM-Technik, aber auch weitere Faktoren wie Datenbankarchivierung, die Erstellung kleinerer, zielgerichteter Datenbanken aus großen, komplexen Datenbanken (Data Subsetting) und Datenmaskierung könnten gemeinsam dem zunehmend negativen Einfluss von stark wachsenden Datenmengen auf die Leistung von Anwendungen, die Informationsverfügbarkeit, IT-Kosten und Geschäftsrisiken entgegenwirken.
Allerdings fehlt all zu oft eine übergreifende Strategie im Umgang mit der steigenden Informationsflut. So machen die meisten der befragten Unternehmen gerade erst die ersten Schritte auf diesem Gebiet, für 35 Prozent der Umfrageteilnehmer ist nicht einmal ein erster Ansatzpunkt für den Umgang mit den wachsenden Datenmengen vorhanden.
Folgt man den Studienergebnissen versucht die Mehrzahl der Teilnehmer, Leistungsschwächen mit begrenzt wirksamen Lösungen wie dem Tuning des Stapelspeichers der Anwendung zu bekämpfen. Dies führt jedoch zu weniger Ergebnissen. Oft gebräuchlich ist auch eine Erweiterung der Hardware-Umgebung, welche nicht nur die vorhandenen Strukturen zusätzlich verkompliziert, sondern auch zu erheblichen Mehrkosten führt.
Auch hat die Mehrzahl der Befragten keine offizielle Richtlinie für die Stilllegung von Legacy Applikationen, also Software-Systemen, die unternehmenskritische Funktionen abdecken und schon länger in Betrieb sind, so dass sie häufig nicht mehr dem Stand der Technik im Unternehmen entsprechen – mit entsprechendem Mehraufwand für Support und Wartung. So benötigen 42 Prozent zwischen einem und fünf Vollzeit-Mitarbeitern für die Pflege von Legacy Applikationen, 14 Prozent wenden gar ein Zehntel ihres jährlichen IT-Budgets auf, um solche Anwendungen zu pflegen.
»1 »2 nächste Seite
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2044372)