12.08.2009 | Redakteur: Ulrich Roderer
Diese manuellen Änderungen sind aber nur ein einziger Schritt in dem „Betriebshandbuch SAP System Copy“, das heute in jedem SAP-Rechenzentrum angelegt und in dem die Vorgehensweise bei der Erstellung einer Systemcopy Schritt für Schritt dokumentiert ist. In der Praxis umfasst eine solche Checkliste nicht selten 50 Seiten und mehr.
Bei den einzelnen Schritten handelt es sich um von UC4 geschriebene ABAP-Programme und Betriebssystem-Skripte. Praktisch werden alle Schritte aus dem Betriebshandbuch sukzessive einmalig übernommen und können dann immer wieder ablaufen, auch in Abhängigkeiten voneinander. Anstelle zahlloser manueller Schritte steht am Ende eine Ordnerstruktur, die alle Schritte des Betriebshandbuchs abbildet. Sämtliche Jobs können dann jederzeit in beliebiger Reihenfolge aus einer komfortablen GUI heraus gestartet werden, ohne dass die Administratoren Prozesse innerhalb von SAP anstoßen müssen.
Ein Beispiel für eine effiziente Integration ist das innerhalb von SAP verfügbare Standardtool mit der Bezeichnung BDLS das einen Report erzeugt, der alle umzusetzenden Tabellen enthält. Bei einem Kunden mussten immerhin 800 Tabellen umgesetzt werden, und zwar nach SAP-Standard sequenziell. Während diese Arbeiten durchgeführt werden ist keine Arbeit auf dem QA-System möglich, in der Praxis fällt das gesamte System oft für mehrere Tage aus. Die UC4 Workload Automation Suite ist dagegen in der Lage, die Verarbeitung parallel anstatt sequenziell abzuarbeiten.
Die Automatisierung der SAP System Copy ist nur eine von vielen Möglichkeiten, wie sich durch die Automatisierung bislang aufwendige Prozesse drastisch verbessern lassen. Das gleiche Prinzip lässt sich auf praktisch alle Prozesse in SAP übertragen - Integration von SAP mit externen Anwendungen, Legacy-Systemen oder ganz allgemein Automatisierung von Prozessen innerhalb der IT-Infrastruktur.
Erfahrungsgemäß lässt sich der SAP System Copy-Prozess nicht zu 100 Prozent automatisieren, rund 80-85 Prozent Automationsgrad lassen sich aber erzielen und damit verbunden enorme Zeit- und Ressourceneinsparungen. Die Geschäftsbereiche werden nicht mehr zum Däumchendrehen verurteilt, darüber hinaus verbessert die Abschaffung manueller Interaktionen zugunsten von Standardoperationen die Nachvollziehbarkeit, denn alle Prozesse können revisionssicher dokumentiert werden. Für zahlreiche Complianceanforderungen ist dies eine deutliche Prozessverbesserung.
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