Heinrich Gschwandner, Hp-SAP Comptence Center

„Try and error“ wird teuer

04.06.2008 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter.de / Achim Karpf

Heinrich Gschwandner, Presales Consultant im HP-SAP Competence Center

Heinrich Gschwandner, Presales Consultant im HP-SAP Competence Center, über die richtige Dimensionierung von SAP-Landshaften, Virtualisierung und typische Fehler in der Praxis.

SearchDataCenter: Das richtige Sizing von SAP-Infrastrukturen gilt als ausgesprochen schwierig.Ist dies mehr als nur ein Vorurteil?

Heinrich Gschwandner: Die Erfahrung zeigt, dass aufgrund der hohen Anforderungen, die Applikation und Datenbank an die Leistungsfähigkeit der Systeme stellen, hier tatsächlich viele Parameter berücksichtigt werden müssen. Hinzu kommt, dass die Anforderungen variieren:

Meist stark schwankende Die Kombination aus Erfahrung

Workloads und sogenannte Lastspitzen, eine kontinuierlich wachsende Datenbank und neue Releases, die ohnehin mehr Rechenleistung, Arbeitsspeicher sowie Speicherplatz benötigen. Außerdem sind SAP-Systeme in der Regel unternehmenskritisch. Ausfallzeiten haben somit unmittelbare wirtschaft liche Konsequenzen.

Macht Virtualisierung das Ganze nicht noch komplizierter?

Gschwandner: Mit der Virtualisierungsschicht kommt tatsächlich eine weitere Komponente ins Spiel, deren Anforderungen man mit berücksichtigen muss. Allerdings eröffnet sie auch wesentlich mehr Freiräume: Da Ressourcen flexibel zugeteilt werden können, lassen sich z.B. Lastspitzen bewältigen oder Systeme schnell migrieren. Kurzfristige Mehrkosten bei der Einführung der Virtualisierungslösung zahlen sich erfahrungsgemäß relativ schnell wieder aus.

Welche Fehler beim Sizing sind in der Praxis zu beobachten?

Gschwandner: Die Schwierigkeit besteht generell in der Gratwanderung zwischen zu knapp bemessenen Systemen und zu großen Sicherheitsreserven bei der Dimensionierung. Ein häufig zu beobachtender Schwachpunkt ist ein zu klein bemessener Arbeitsspeicher der Server. Auch die Storage-Kapazitäten sind oft ein Knackpunkt, da zwar der aktuelle Bedarf erkannt, aber das anfallende Datenwachstum unterschätzt wird.

Welche Empfehlung geben Sie Unternehmen, die vor einer Neugestaltung ihrer SAP-Landschaft stehen?

Gschwandner: Die Kombination aus Erfahrung und Best Practices schützt vor teuren Fehlschlägen. Jeder Tag Fehlersuche oder gar Systemstillstand kostet erheblich mehr als ein fundiertes Sizing auf Basis von Best Practices durch einen kompetenten Berater. Kurz gefasst: SAP-Landschaften eignen sich nicht für eine Herangehensweise nach dem Prinzip „try and error“. W

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)



Spamschutz 

Bitte geben Sie das Resultat dieser Rechenaufgabe (Addition) ein:
Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2013907)

Kostenrechnung für Cloud-Services
Was der CIO bei der Kostenrechnung zu beachten hat:

  • Erste Schritte
  • Verschiedene Assetzuordnungen
  • Verdeckte Kostenarten
  • u.v.m.


>> Jetzt Leitfaden lesen!



 

 

IT-Infrastrukturen
Vereinfachte und effizientere IT-Infrastrukturen dank  Standardisierung auf eine einzige Datenbankplattform!



>> Jetzt mehr erfahren