Kampf um konvergente Hardware vertuscht System-Management-Gefechte

Ein System-Management-Konflikt verbirgt sich hinter Hardware-Maske

27.01.2011 | Autor / Redakteur: Barbara Darrow / Ulrike Ostler

Die US-Kollegin Barbara Darrow demaskiert die vielen Wenns und Abers im Kampf um die Eroberung der Rechenzentren.

Cisco, Hewlett-Packard (HP) und andere Hardware-Giganten wie das Speicher-Schwergewicht EMC drängen zunehmend mit ihrer konvergenten Hardware in die Rechenzentren. Doch der echte, teilweise versteckte Kampf, spielt sich im Bereich der Systems-Management-Systeme ab. Denn: Wer die Schlacht um das System-Management gewinnt, erobert den Kunden.

Obwohl heute noch Management-Programme nach Netzwerk-, Speicher- und Server-Bereich getrennt bewertet werden, sind viele Branchenkenner der Meinung, dass die Größenordnung heute eine andere ist und weit mehr auf dem Spiel steht. Denn viele Firmen wollen ihre Rechenzentren durch mehr Konvergenz aufpolieren, um eine höhere Effizienz zu erreichen, unter anderem um einem heftigen Nachfrageschub bezüglich Cloud Computing zu begegnen.

Auch bei der Anschaffung eines Rechenzentrums fassen Unternehmen heutzutage mehr und mehr konvergente Hardware ins Auge. In diesem Prozess“, sagt ein anonym bleibend wollender Angestellter einer großen amerikanischen Firma für IT-Integration, könne dem System-Management die entscheidende Rolle zukommen.

Noch ist es zu früh, um sagen zu können, welche konvergenten Plattformen das Rennen machen. So sind das „Unified Computing System“ von Cisco und „HP Matrix“ gerade erst zwei Jahre auf dem Markt. Aber die Anfragen seitens der Unternehmen nehmen stark zu – insbesondere im Bezug auf ein integriertes System-Management.

Der UCS-Manager gilt als cool

Der Anwender stellt fest: „Die User mögen beispielsweise den „UCS Manager“ lieber als den „HP Insight Manager“ oder „Tivoli“ von IBM. Er hat einfach den gewissen Coolness-Faktor“. Zudem sähen die Kunden die neue Verwaltungssoftware auch als moderner und mehr netzwerkbezogener an als bereits vorhandene, vergleichsweise alte Systeme.

Der Berater untermauert seine Behauptung mit jüngsten Erfahrungen. Erst vor Kurzem habe ein großer Kunde in der Ausschreibung die Wahl zwischen HP, IBM und Cisco gehabt. Die Wahl sei zugunsten von Cisco ausgefallen. Das führt er hauptsächlich auf die Management-Software zurück.

Auch Leigh Carpenter, Solution Architect Manager bei NTH Generation, einem Geschäftspartner von HP mit Sitz in San Diego, pflichtet bei: „Der wahre Kampf tobt im Bereich Management. Die Anbieter konkurrieren untereinander darum, all diese „Dinge“ wie Virtualisierung, Cloud und Konvergenz unter einen Hut zu bringen.“

weiter mit: Viel Einerseits und Andererseits bei den großen Vier

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