19.01.2010 | Autor / Redakteur: Matthias Kraus / Katrin Hofmann
IDC schätzt das vorläufige Marktvolumen für den deutschen IT-Services-Markt im vergangenen Jahr auf rund 27 Miliarden Euro. Damit schrumpfte der Umsatz um mehr als drei Prozent. Geprägt wurde der Markt von mehreren Entwicklungen.
Die Auswirkungen der Rezession in Deutschland und die damit verbundene wirtschaftliche Unsicherheit in vielen Unternehmen führte gerade im vergangenen Jahr dazu, dass geplante IT-Investitionen nochmals geprüft, Budgets reduziert, eingefroren oder ganz gestrichen wurden.
IDC hat im Hinblick auf die Inanspruchnahme von IT-Dienstleistungen folgende Trends evaluiert:
IDC erwartet erst mit einem nachhaltigen Aufschwung der Gesamtwirtschaft ab der zweiten Jahreshälfte 2010 auch eine spürbare Erholung des deutschen IT-Services-Marktes. Erst wenn sich das Vertrauen in den Aufschwung festigt, werden die Unternehmen wieder vermehrt in IT-Services, insbesondere in Outsourcing investieren.
Obwohl Outsourcing ein Instrument zur IT-Kostenreduzierung ist, zögerten viele Unternehmen während der Rezession aufgrund der unsicheren Wirtschaftlage und schlossen seltener mittel- und langfristige Verträge ab. Mit dem wachsenden Vertrauen in den Aufschwung werden die Unternehmen vermehrt Outsourcingverträge abschließen, denn der Kosten- und Wettbewerbsdruck wird auch in den kommenden Jahren hoch bleiben.
Neben dem Motiv Kostenreduzierung ist das Ziel, die IT zunehmend zu flexibilisieren, eine weiteres entscheidendes Kriterium für Outsourcing. Aus diesem Grund werden „verbrauchsabhängige“ Angebote sowie Cloud Services stark nachgefragt werden. Über den gesamten Betrachtungszeitraums 2008-2013 erwartet IDC für den deutschen Markt für IT-Services ein durchschnittliches Wachstum von 1,5 Prozent jährlich.
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