19.03.2009 | Redakteur: Dr. Stefan Riedl
Für eine Virtual Desktop Infrastructure wird eine Rechenzentrums-Infrastruktur in Unternehmen aufgebaut, bei der komplette Desktop-PCs virtualisiert werden.
Zugegriffen wird dann auf Applikations-Ebene mit »einfach gestrickten« Rechnern, während die eigentliche Rechenleistung im Rechenzentrum stattfindet. Statt einer einzelnen Komponente oder Anwendung wird dabei der komplette PC-Desktop im Rechenzentrum virtualisiert – im Falle des »Virtual Linux Desktops« eben ein Rechner auf Ubuntu-Basis mit den angegebenen eMail-, Office- und Collaboration-Anwendungen von IBM.
Für den Endnutzer bietet ein virtueller Desktop – zumindest in der Theorie – dann dieselbe Funktionalität und Leistung wie ein herkömmlicher Arbeitsplatzcomputer mit fest installiertem Betriebssystem. Darüber hinaus hat er die Möglichkeit, seinen Desktop und alle notwendigen Applikationen von allen mit dem Unternehmensnetzwerk verbundenen Geräten aus zu erreichen, indem er direkt auf das Rechenzentrum zugreift und nicht per Remote-Software auf den (angeschalteten) PC.
Für die IT-Abteilungen birgt ein virtueller Desktop ebenfalls einige Vorteile: Da sich alle Applikationen auf einem zentralen Server befinden, verläuft die gesamte Administration der virtuellen Geräte inklusive der Software-Updates von einer zentralen Stelle aus. Auch das Lizenz-Management wird einfacher. Das scherzhaft »Update per Turnschuh-LAN« genannte Installieren auf den einzelnen Rechnern gehört spätestens dann der Vergangenheit an.
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