17.04.2009 | Autor / Redakteur: Hartmut Wiehr / Rainer Graefen
Neben den Ansätzen von 3par und Compellent gilt die Architektur von XIV insofern als bahnbrechend, als Yanai auf Standardkomponenten und gleichzeitig auf hohe Verfügbarkeit setzte.
IBM spricht von einem notwendigen Paradigmenwechsel, da speziell für schnell wachsende Datenmengen keine geeigneten SAN- oder NAS-Infrastrukturen vorhanden seien: »Das explodierende Speicherwachstum in den Firmen hat die Schwächen von traditionellen System-Architekturen offen gelegt:
Eine Grid-Architektur soll für diese angesprochenen Mängel bisheriger Enterprise-Arrays eine Antwort bereitstellen. Bei IBM selbst spricht man mal von Grid, dann wieder von Cluster. Letztlich handelt es sich um ein »lose gekoppeltes« Bündel von Platteneinschüben oder Modulen, das in einem fertigen, in sich geschlossenen Array geliefert wird und die einzelnen Bauteile über IP-Leitungen miteinander verbindet.
Der Analyst Josh Krischer beschreibt den Unterschied zwischen den Architekturen wie folgt: »Traditionelle Enterprise-Architekturen für Highend-Storage beruhen auf einer Switched Matrix mit Host- und Geräte-Adaptern, so wie sie die DMX von EMC oder die USP von Hitachi Data System (HDS) anbieten, oder sie sind Tightly Coupled (CMP) wie bei der DS8000 von IBM. Die meisten traditionellen Midrange-Systeme benützen Dual Controller mit gespiegeltem Cache wie zum Beispiel Clariion von EMC, AMS von HDS, EVA von HP oder die PS-Familie von Dell/EqualLogic.
In den letzten Jahren kam eine neue Gruppe von blockbasierten Speichersystemen hinzu, zu der Inserv von 3PAR, SAN/IQ von Lefthand (jetzt HP), Hydrastore von NEC, Sun Fire X4500, X-Series von Isilon und XIV von IBM zählen.« [3] Wahrscheinlich müsste man auch EMCs Virtual Matrix Infrastruktur in eine Betrachtung von Scale-Out-Architekturen einbeziehen.
Die Besonderheit des cluster- oder gridartigen Aufbaus bei der XIV besteht in Rack-Modulen zu gegenwärtig jeweils zwölf SATA-Platten mit einem Terabyte, einem x86-Einschub mit modifiziertem Linux und einem Cache von acht Gigabyte, die sich mit jedem Modul zu einer neuen Gesamtheit organisieren. Die Rohkapazität beträgt 180 Terabyte.


Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2021374)