24.07.2009 | Redakteur: Ulrike Ostler
Ohne Vernetzung keine IT. Big Blue setzt im Netzwerk-Segment auf Partner, etwa Brocade, Cisco und Juniper. Jetzt erweitert IBM die Zusammenarbeit. Die Kunden sollen dabei unterstützt werden, das enorme Volumen an Daten und Transaktionen, das durch eine zunehmend vernetzte, instrumentierte und intelligente Welt ständig steigt, effektiver zu bewältigen, so IBM.
Die Anforderungen an Netzwerke steigen mit dem enormen Wachstum des Mobile Web und der rasch steigenden Zahl vernetzter Sensoren. IBM erwartet, dass sich der Information-Footprint jedes Einzelnen durch dieses Wachstum bis 2020 um das 16-Fache vergrößern wird. Der IT-Riese regiert nun auf dieses Wachstum mit Reseller- und OEM-Vereinbarungen für Switches und Router.
Dabei spielt Fibre Channel over Ethernet (FCoE) eine bedeutsame Rolle. FCoE ist eine aufkommende Technologie, die schnellere Netzwerkleistung bietet. Sie ermöglicht es Kunden, die Infrastruktur ihrer Rechenzentren zu vereinfachen und ihre Emissions- und Betriebskosten durch die Konsolidierung vieler Datenverkehrsströme auf ein gemeinsam genutztes Netzwerk zu senken.
Brocade: Mit diesem Hersteller unterhält IBM bereits eine lange OEM-Partnerschaft. Nun wird IBM wird auch neue Netzwerk-Switches des Herstellers unter eigener eigenen Marke vertreiben. Die „IBM Converged Switch B32“-Produkte sind das erste Angebot von Brocade im Bereich Fibre Channel over Ethernet (FCoE). Es ist ab sofort erhältlich.
Juniper Networks: Auch mit Juniper Networks hat IBM eine OEM-Vereinbarung getroffen. IBM wird ausgewählte „Juniper EX- und MX“-Switches und -Router in das eigene Portfolio aufnehmen und vermarkten. Die Produkte werden voraussichtlich ab Ende 2009 verfügbar sein. Das Abkommen baut auf einer Reseller-Vereinbarung über IBM Global Technology Services auf. Außerdem arbeitet IBM beim „Stratus“–Projekt von Juniper Networks mit. Außerdem ist der Netzwerkausrüster in zehn Cloud Labs von IBM vertreten.
Cisco: Auch die Partnerschaft mit dem Branchenprimus wird durch eine neue Vereinbarung ausgebaut. Die IBM Systems & Technology Group und IBM Business Partner werden „Cisco-Nexus-5000-Switches“ für „IBM System Storage“ vertreiben, eine Familie von Fibre-Channel-over-Ethernet-(FCoE)-Switches für Rechenzentrums-Netze. Diese Switches werden voraussichtlich ab September 2009 erhältlich sein.
Neben den Vermarktungsstrategien dürfen die Kunden über den Unternehmensbereich Global Technology Services auch Dienstleistungen erwarten, um die Netzwerkprodukte in bestehende Infrastrukturen zu integrieren. Die Softwarelösungen für Netzwerk-Management von „IBM Systems Director“ und „Tivoli“ können Kunden zudem dabei unterstützen, den Daten- und Transaktionsverkehr zu verwalten.
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