11.12.2009 | Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Florian Karlstetter

Die IT-Systeme der Anfangsjahre waren ausschließlich zentralistisch geprägt. Mit dem Aufkommen der PCs änderte sich das Bild hin zu den dezentralen IT-Strukturen. Nach nunmehr 20 Jahren Weiterentwicklung schwingt das Pendel wieder zurück. Zentrale Server und Thin Clients als Endgeräte bilden dabei das IT-Gerüst.
Als vor circa 20 Jahren die PCs ihren Siegeszug in den Unternehmen antraten dominierten Großrechner und Systeme der mittleren Datentechnik das Bild der IT. Diese Systeme hatten eine Reihe von Vorteilen, die insbesondere auf der Zentralisierung der Verwaltung und Applikationsbereitstellung beruhten. Eines aber hatten sie mit Sicherheit nicht: eine ansprechende Benutzerinteraktion mit Grafik, und die Flexibilität in der Nutzung, wie es der persönliche Computer (PC) bot.
Durch die PCs kamen die Nutzer in den Genuss eines angenehmeren Mensch-Maschine-Interfaces. Ferner stellte der PC, im Vergleich zu den Timesharing-Systemen der Großrechner und Unix-Systeme genügend Rechenleitung auf Abruf bereit.
Mittlerweile sind gut zwanzig Jahre vergangen und die Hardware- und Softwaresysteme haben sich weiterentwickelt. Alle heute verfügbaren Benutzerschnittstellen, wie beispielsweise Windows, Java, HTML, AJAX oder sonstige Webinterfaces, erlauben eine angenehme Interaktion zwischen Programm und Anwender. Um sie zu nutzen, muss aber nicht zwangsläufig ein PC eingesetzt werden.
Stattdessen fungieren Thin Clients als Mittler zwischen dem Benutzer und den Applikationen. Durch schnelle Protokolle und eine Komprimierung der Daten lassen sich die Applikationen zentral betreiben und die Benutzerinterfaces auch aus der Ferne nutzen. Dies zeigt sich beispielsweise am deutlichsten beim Abruf von Webseiten.
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