29.04.2009 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter / Florian Karlstetter
Die VMotion-Technologie von VMware erlaubt es, eine komplette virtuelle Maschine im laufenden Betrieb unverzüglich von einem Server auf einen anderen zu verschieben. Sinnvolle Kombinationen von Applikationen auf einem Server dürfen aber nicht durch den Einsatz dieser Technologie zerrissen werden. Vielmehr muss die Planung berücksichtigen, dass komplette Gruppierungen dem VMotion-Prozess unterzogen werden. Auch hier ist eine homogene Hardwarelandschaft entscheidend.
Der VMware Distributed Resource Scheduler (DRS) überwacht die Auslastung von Ressourcen-Pools kontinuierlich und verteilt die VMs gerecht auf die verfügbaren Kapazitäten. Auch bei diesen Automatismen muss die Planung technische und betriebswirtschaftliche Aspekte bei der Gruppierung von Applikationen berücksichtigen.
Feste Regeln, die seit jeher für reale Serverlandschaften gelten, etwa Sicherheitsaspekte, dürfen in virtualisierten Umgebungen nicht aufgebrochen werden, sondern sind dort zwingend einzuhalten.
Der Administrator erhält durch Virtualisierungsprojekte die Rolle eines „Super Super Users“, der viele virtuelle Maschinen im Blick haben muss. Der geringste Fehler kann sich hier auf die komplette Serverlandschaft auswirken. Dies sollte mittels durchdachter Kontrollmechanismen und Einhaltung des Vieraugenprinzips vermieden werden.
Die Teilung von Infrastrukturen innerhalb unterschiedlicher Fachabteilungen kann betriebspolitische Probleme bereiten. Hier sind klare und nachvollziehbare Abrechnungsverfahren gefragt.
Oft wird die Virtualisierung der Server als „Allheilmittel“ verstanden. Sie sollte jedoch nur ein Baustein einer ganzheitlichen Infrastruktur-Optimierung sein und mit anderen Initiativen wie I/O- und Storage-Konsolidierung einhergehen.
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