Checkliste Virtualisierung

Die 11 wichtigsten Punkte für erfolgreiche Virtualisierungs-Projekte

06.04.2009 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter / Florian Karlstetter

Checkliste hilft beim Einstieg in die Welt der Virtualsiserung.

Beim Einstieg in Virtualisierungslösungen gilt es, einige Aspekte zu beachten. Die Checkliste von SearchDataCenter liefert eine erste Orientierungshilfe.

Anhand der nachfolgenden Checkliste lässt sich der Einstieg in Virtualisierungslösungen besser planen. Allerdings lassen sich aufgrund der Komplexität nicht alle Aspekte abbilden. Deshalb dient diese Auflistung nur als Orientierungshilfe.

1. Hardware und Infrastruktur

Bei der Virtualisierung einer bestehenden Infrastruktur sollte analysiert werden, welche Server nicht ausgelastet sind und durch Virtualisierung konsolidiert werden können. Dabei gilt es zu beachten, dass die bestehende Hardware von der Virtualisierungsplattform unterstützt werden muss. Oft ist es auch unter Kostenaspekten günstiger, neue Server anzuschaffen, die leistungsfähiger sind und bereits auf dem Prozessor Virtualisierungsfunktionen integriert haben sowie über entsprechende I/O-Bandbreiten verfügen. Zudem sollte aus Sicherheitsgründen vorher festgelegt werden, welche Server weiterhin nicht virtualisiert werden sollen oder können.

2. Auswahl der Virtualisierungsplattform

Die Auswahl einer Virtualisierungsplattform ist entscheidend, weil es derzeit nur bedingte Kompatibilität unter den unterschiedlichen Plattformen gibt und die Investitionen sich nicht einfach von einer auf eine andere verschieben lassen. Dabei sollten Unternehmen von Anfang an eine Gesamtstrategie der Virtualisierung entwickeln, auch wenn mit einem Piloten zuerst nur ein Bereich virtualisiert werden soll. Entscheidend sind das Funktionsspektrum und der Grad der Automatisierung, welche eine Plattform bietet, ebenso wie eine langfristige Perspektive. Benötige ich Ausfallsicherheit, will ich Desktops virtualisieren oder Anwendungen? Welche Hardware wird unterstützt und welche Supportleistungen bekomme ich?

3. Anwendungen

Ein entscheidender Faktor bei der Virtualisierung sind die Anwendungen. Sicher gibt es Anwendungen, wie beispielsweise produktive Datenbanken mit einem hohen I/O-Aufkommen, die sich nicht unbedingt für eine Virtualisierung eignen. Dabei sollte auch beachtet werden, ob der Hersteller die Ausführung in einer virtuellen Maschine erlaubt oder unterstützt.

4. VDI

Noch relativ neu, aber von vielen Unternehmen bereits im Test sind virtuelle Desktop-Infrastrukturen. Dabei werden alle PCs zentral im Rechenzentrum auf Servern in virtuellen Maschinen gehostet, der Mitarbeiter kann über Terminals oder andere Endgeräte dabei ortsunabhängig auf seinen individuellen Desktop zugreifen. Dieser zentralisierte Lösungsansatz hat deutliche Kostenvorteile durch geringere Hardware-, Deployment-, Management- und Supportkosten.

5. Applikationsvirtualisierung

Anwendungsvirtualisierung ist ebenso wie VDI eine äußerst vielversprechende Technologie, gerade in puncto Sicherheit und Mobilität. Dabei werden Anwendungen mit einer virtuellen Laufzeitumgebung zu einem Paket verbunden, das überall auf Endgeräten ohne Betriebssystem ausführbar ist. Diese Pakete lassen sich per Netz verteilen oder laden und können mit ausgeklügelten Mechanismen, ähnlich wie Terminalserver, mit einem Zugriffsschutz versehen werden. Da diese Anwendungen nicht mehr auf jedem Endgerät installiert werden müssen, vereinfacht sich auch deutlich das Update- und Patch-Management.

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