Aspekte der Desktop-Virtualisierung

Desktop-Virtualisierung und Terminal Services: Entweder-Oder oder doch lieber beides?

17.04.2009 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter / Florian Karlstetter

Eine Grundsatzentscheidung

Trotz der vielfältigen Argumente für beide Konzepte stellt sich aus Anwendersicht keine Entweder-oder-Frage. Zugegeben, die Desktop-Virtualisierung ist für nahezu jedes Unternehmen relevant, allerdings nur für schätzungsweise zehn bis 20 Prozent der User. Standarddesktops mit den üblichen Windows-Anwendungen lassen sich effizienter mithilfe des klassischen SBC abbilden, insbesondere in IT-Umgebungen mit gut vorhersehbaren Hardware-Auslastungen und stabil laufender Software.

Virtuelle Desktops empfehlen sich hingegen vor allem für Software-Entwickler und Power-User oder für Anwender, die verschiedene Betriebssysteme nutzen. Für mobile Anwender eignet sich besonders die Virtual Desktop Infrastructure (VDI) von VMware. Zu deren Stärke zählt, dass sich damit Virtual Desktop-Sitzungen auf einen Laptop übertragen lassen. Der User geht auf Knopfdruck offline und kann mobil weiterarbeiten. Wieder im Netzwerk, wird das Image zurück auf den Server gespielt.

Die beste Virtualisierungsstrategie zeichnet sich durch Offenheit und Flexibilität aus und erstreckt sich bis zum physischen Desktop. Universal Desktops auf Basis von Linux, Windows CE und Windows XP Embedded versprechen nicht nur eine schnelle Adaption neuer Technologien auf allen gängigen Plattformen, sondern auch eine hohe Einsatzflexibilität, zusätzliches Konsolidierungspotential und Investitionssicherheit.

Ein weiteres Auswahlkriterium sollte die Verfügbarkeit einer im Lieferumfang enthaltenen und für alle Thin Client-Modelle, Bauformen und -Betriebssystemvarianten einheitliche Managementlösung sein. Hinsichtlich der Zukunftssicherheit empfiehlt sich außerdem zu prüfen, ob der Thin Client-Hersteller wichtigen Entwicklungsallianzen angehört, wie z.B. dem VMware VDI Alliance Program oder Citrix Ready. Werden diese Aspekte berücksichtigt, können alle charakteristischen Vorzüge von Terminal Services und Desktop-Virtualisierung in einer standardisierten und kostengünstigen Arbeitsplatzumgebung zum Tragen kommen.

Ergänzendes zum Thema

Übersicht 2: Typische Anwendungsfälle von SBC und Desktop-Virtualisierung

Ergänzendes zum Thema

Übersicht 1: Vorteile und Nachteile der Desktop-Virtualisierung gegenüber SBC

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