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Der Zugriff auf virtuelle Windows-Desktops erfolgt meist über das Remote Desktop Protocol (RDP), das ebenfalls als Kommunikationsprotokoll für Windows-basierte Terminal Services dient. Damit stehen Thin Client-Anwendern prinzipiell beide Welten offen: die Anwendungsbereitstellung mittels Terminal Services (klassisches Server Based Computing) und Desktop-Virtualisierung.
Im Vergleich zu den Terminal Services besitzt die Desktop-Virtualisierung einige Vorzüge: Für den einzelnen Anwender bringt sie mehr Einstellungsmöglichkeiten, erlaubt den zentralisierten Zugriff auf nicht-terminalserverfähige Programme oder gestattet – dank größerer Hardwareressourcen – eine bessere Performance. Programmierer schätzen ferner die gekapselte Systemumgebung der virtuellen Maschinen (VM). Als Kostenvorteil der Desktop-Virtualisierung gilt vor allem, dass die Anwendungen nicht in einer Terminalserverversion laufen müssen, sondern nur in der günstigeren Workstation-Version.
Zu den Vorteilen des klassischen Server Based Computing (SBC) gehört, dass keine Images verwaltet und mit Internet-, Security- und Antivirensoftware geschützt werden müssen. Auch ist die Nutzerzahl je Server um bis zu Faktor fünf höher als bei der Desktop-Virtualisierung. Ein weiterer Pluspunkt für SBC ist, dass es ohne Virtualisierungssoftware, Hypervisor und Connection Broker auskommt und deshalb niedrigere Lizenzkosten anfallen. Last but not least gelten die seit den 1990er Jahren erprobten SBC-Lösungen als technisch ausgereifter.
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